Eine Hamburger Ausstellung umkreist historische und ökologische Aspekte des Feuers. Und erfährt die tödliche Kraft der Hitze am eigenen Leibe.
Mit Asche gemalt: Wandbild nach Cecilia Vicuñas „Tara's Tears (A Prayer for the World)“
Daria Kulnina
Wer in den Himmel schaut, wird Antworten finden. Die Sterne sagen uns, wie wir uns verorten können. Das klingt nach Astrologie und Esoterik, aber Hamburgs Stadtkuratorin Joanna Warsza, zuständig für Kunst im öffentlichen Raum, meint es globaler: In der aktuellen Krise suche die Menschheit nach Orientierungspunkten, um die Beziehung zur Erde neu zu denken, sagt sie. Man brauche „sowohl das Spirituelle als auch das Rationale, das Poetische als auch das Pragmatische“. Schaffen will sie das durch ihr Fünf-Jahres-Projekt „From the Cosmos to the Commons“, vom All zum Allgemeingut. Den Kosmos hat sie 2025 abgehandelt. Die vier Elemente starteten nun mit der Schau „Fire“ im Hamburger Mahnmal St. Nikolai.
Der Ort ist emblematisch, verbrannte die Kirche doch gleich zweimal: 1842 beim „Großen Brand“ und erneut im Zweiten Weltkrieg bei der „Aktion Gomorrha“ bzw. dem „Feuersturm“. So nennen die Hamburger:innen den Angriff der britischen Luftwaffe im Juli 1943, der über 30.000 Menschen das Leben kostete.







