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In der Reihe »Die Pflichtverteidigung« ergreifen wir das Wort für Personen, Tiere, Dinge oder Gewohnheiten, die von vielen kritisiert und abgelehnt werden. Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 31/2026.

Wen die Sorge umgetrieben hat, das Abendland könne die stillen Reserven, aus denen es kulturell lebt, vernachlässigt und vergessen haben, der wurde in den vergangenen Wochen eines Besseren belehrt: Ausgerechnet das Follow-up-Epos von Europas allererstem Dichter, ausgerechnet Homers Odyssee hat die Leute schneller auf die Bäume gebracht, als es braucht, Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee zu schauen. Von wegen alt und verstaubt: Für dieses Epos in zwölf Gesängen und im Versmaß des Hexameters wollten sich die Leute offenbar sofort die Köpfe einschlagen, noch ohne überhaupt den Film gesehen zu haben – so blank lagen die Nerven bei der Frage, wem Homer gehört. Es genügte die Besatzungsliste, aus der hervorging, dass Helena und Klytämnestra von der schwarzen Schauspielerin Lupita Nyong’o gespielt würden, damit Elon Musk die Adaption als wokes Machwerk schmähte.