Zehn archäologische Fehler im Film «Die Odyssee», auf die Sie im Kino achten sollten (und warum Sie sich davon den Spass trotzdem nicht verderben lassen müssen)Helme waren nicht aus schwarzem Plastik und Frauenbrüste nicht bedeckt: Christopher Nolans Film ist voller Phantasieobjekte und Anachronismen. Aber keine Sorge: Die literarische Vorlage ist das auch.18.07.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenDas sieht eher nach einem Römerfilm aus als nach Bronzezeit: Weder Helme noch Rüstungen passen in die Zeit des Odysseus – ganz zu schweigen von den Lederröckchen.Melinda Sue Gordon / Universal Pictures / APWir sind jetzt hier einmal ein bisschen die Spielverderber. Christopher Nolans Verfilmung der «Odyssee», gerade in die Kinos gekommen, mag als Film so gut sein, wie sie will, und wird bestimmt irgendwelche Oscars bekommen – vieles daran ist trotzdem falsch. Rüstungen, Schiffe, Kleidung: Der Film strotzt nur so vor archäologischen Fehlern.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Er spielt in der Bronzezeit – das sagt Odysseus im Film sogar selbst einmal. Odysseus’ Gefasel von der Bronzezeit ist natürlich Quatsch. Kein Mensch in der Bronzezeit wusste, dass er in der Bronzezeit lebte. Erst im späten 19. Jahrhundert haben Archäologen die menschliche Geschichte in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit eingeteilt.Aber geschenkt. Wichtiger: Die Kostümdesignerin Ellen Mirojnick gab zu Protokoll, sie habe viel recherchiert und sich an der Bronzezeit orientiert. Sie habe verstehen wollen, wie sich die Menschen in der Zeit vor der sogenannten klassischen Epoche in Griechenland gekleidet hätten. Das Problem ist: Es sieht einfach nicht nach Bronzezeit aus.Viele Dinge sind Anachronismen, die in eine andere, spätere Zeit gehören. Manche sind auch reine Phantasie und haben keine Ähnlichkeit mit bekannten Objekten aus der Vergangenheit im Mittelmeerraum.Zugegeben: Was genau die passenden Referenzobjekte wären, ist gar nicht so klar. Infrage kommen archäologische Funde aus mykenischer Zeit, etwa zwischen dem 15. und dem 12. Jahrhundert vor Christus – das ist die Zeit des Trojanischen Krieges, in der das Epos spielt. Aufgeschrieben wurde die Geschichte aber frühestens im 8. Jahrhundert, also mindestens 400 Jahre später – da sah alles ganz anders aus. Der oder die Verfasser des Epos’, Homer genannt, mischte oder mischten alles Mögliche aus seiner eigenen Zeit hinein, Waffen aus Eisen zum Beispiel – die gab es bei den Mykenern noch nicht.Nicht nur deshalb ist die Odyssee natürlich kein historischer Tatsachenbericht. Und schon klar, ein Hollywood-Film ist keine wissenschaftliche Rekonstruktion. Aber es ist schade, wenn bei den Zuschauern nur Bilder von Matt Damon als Odysseus mit einem roten Besen auf dem Kopf hängen bleiben. Denn archäologisch korrekte Kostüme wären kein bisschen weniger spektakulär – im Gegenteil. Wenn schon verkleiden, dann richtig.Agamemnons HelmBringen wir es hinter uns. Das Teil auf Agamemnons Kopf hat nichts mit irgendeiner Art von antikem Helm zu tun. Es sieht aus, als hätte jemand eine KI einen Helm für Batman designen lassen, im Prompt Darth Vader erwähnt und das Resultat von einem 3-D-Drucker herstellen lassen: ein maskenartiges Teil aus schwarzem Plastik und mit einem Helmbusch, der auf der Rückseite in einer Art goldener Wirbelsäule endet. Christopher Nolan sagt, Agamemnons Helm und seine Rüstung sollten aussehen wie geschwärzte Bronze. Es stimmt, dass in Mykene – im Epos Agamemnons Stadt – Bronzedolche mit schwarzen Flächen gefunden wurden. Wie genau die schwarze Farbe hergestellt wurde, diskutieren Archäologen immer noch. Klar ist: Solche Objekte sind selten und klein, nichts von der Grösse eines Helmes oder eines Brustpanzers ist bekannt. Und kein griechischer Helm hatte jemals solche Gesichtskonturen oder eine goldene Wirbelsäule.Universal PicturesPDLinks: Für Helm und Rüstung von Agamemnon im Film gibt es kein archäologisches Vorbild. Rechts: Fragment eines Freskos mit Kriegerdarstellung aus Orchomenos, 13. Jahrhundert v. Chr.Odysseus’ HelmAuch der Helm aus Bronze, den Matt Damon als Odysseus trägt, passt nicht in die Zeit. Er erinnert an den sogenannten chalkidischen Helm, der im 5. Jahrhundert vor Christus aufkam, also lange nach Homer. Hoch aufragende Helmbüsche sind von ebenfalls viel jüngeren griechischen Vasenbildern und Statuen bekannt, sie hörten allerdings nicht am Hinterkopf abrupt auf, sondern hingen nach unten hin dünner werdend bis auf den Rücken. Rote Helmbüsche lassen sich allenfalls für die römische Zeit belegen – mehr als tausend Jahre nach Odysseus.Aber es sind nicht nur Form und Helmbusch, die nicht passen. Ob es in der Bronzezeit in Griechenland Helme aus Metall gab, ist nicht ganz sicher; Standard waren sie jedenfalls nicht. Aus vielen Funden und auch bildlichen Darstellungen ist dagegen eine völlig andere Art von Helm gut bekannt, und im homerischen Epos wird ein solcher sogar explizit auf Odysseus’ Kopf verortet: eine Kappe aus Leder oder Stoff mit aufgenähten Plättchen aus Eberzähnen. So ein Helm kann sogar Wangenklappen haben und einen Busch. Der sieht dann allerdings wie eine einzelne Feder aus oder wie ein von hinten nach vorne gebogener Schweif – jedenfalls nicht wie ein Handfeger.Universal PicturesPDLinks: Odysseus trägt im Film einen Bronzehelm mit rotem Busch. Rechts: Der übliche Kopfschutz für Krieger in mykenischer Zeit waren Eberzahnhelme, hier ein Exemplar mit Wangenklappen aus einem Grab in Mykene, 14./13. Jahrhundert v. Chr.BrustpanzerIm Film stecken Odysseus und auch alle anderen Krieger in Brustpanzern mit angedeuteten anatomischen Details, ihre Umhänge wehen im Wind.Auf bildlichen Darstellungen aus mykenischer Zeit tragen Krieger keine Rüstungen und keinen Umhang, sondern maximal einen Eberzahnhelm, meistens aber nur einen Lendenschurz.Das muss nicht den Tatsachen entsprechen – in klassischer griechischer Zeit dokumentierte die männliche Nacktheit auf Darstellungen nicht tatsächliches Auftreten, sondern versinnbildlichte Heldentum. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Krieger sich im Kampf nicht zu schützen versuchten.In Linear B, der mykenischen Schrift, gibt es ein eigenes Zeichen für «Rüstung». Es ähnelt dem einzigen archäologischen Beispiel für solche Gegenstände aus mykenischer Zeit: der sogenannten Rüstung von Dendra aus dem 15. Jahrhundert vor Christus.Sie ist jedoch ein Einzelstück; erst Jahrhunderte später gibt es ansatzweise Vergleichbares. Es ist möglich, dass die Panzer aus Metall einfach nicht überdauert haben. Bronze war ein kostbares Material, das sich gut rezyklieren liess. Vielleicht trugen mykenische Krieger auch Rüstungen aus Leder oder anderem vergänglichem Material. Panzer mit angedeuteten anatomischen Details wie im Film gab es in der Bronzezeit jedenfalls nicht, sie treten erst in Homers Zeit auf.Die Rüstung von Dendra haben Archäologen erst kürzlich mit griechischen Elitesoldaten einem Praxistest unterzogen. Matt Damon, drei Stunden lang in so einem Teil und dazu statt Sandalen mykenische Stiefel – das wäre auf jeden Fall ein Hingucker gewesen.Im Film tragen Odysseus und auch alle anderen Krieger Brustpanzer mit definierten Muskeln und dazu Bein- und Armschienen.Melinda Sue Gordon / Universal Pictures / APC messier, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsZde, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia CommonsLinks: Mykenische Rüstung aus Bronze, gefunden in einem Grab in Dendra, spätes 15. Jahrhundert v. Chr., ausgestellt im Museum in Nafplion. Rechts: Tongefäss in Form eines Schuhs, aus Glyphada, etwa 1350-1300 v. Chr., ausgestellt im Archäologischen Nationalmuseum in Athen.Arm- und BeinschienenDie mykenischen Krieger im Film tragen Beinschienen, also metallene Schienbeinschützer; die Unterarme sind ebenfalls mit Metallschienen geschützt.Beinschienen gehörten in klassischer Zeit zur militärischen Standardausrüstung; für frühere Jahrhunderte ist das weit weniger klar. Mit der erwähnten Rüstung von Dendra wurden auch Beinschienen gefunden; sonst sind sie für diese Zeit archäologisch nur in einer Handvoll Fälle belegt. Wie beim Brustpanzer könnte das an der Erhaltung liegen. Denn zugegebenermassen nennt Homer die Griechen in den Epen beharrlich «mit guten Beinschienen versehen».Armschienen wie im Film erwähnt er allerdings nicht. Sie existieren weder als archäologische Funde noch auf Darstellungen, nicht bei den Mykenern, nicht bei den klassischen Griechen, nicht einmal bei den Römern.LederröckchenUnd dann schlackern allen Männern im Film ja auch noch bis zu den Knien reichende Röckchen aus Lederlaschen aus dem Panzer heraus und um die Beine. Solche Fransen, die sogenannten Pteryges, sind für die Rüstung griechischer Hopliten, also Fusssoldaten, spätestens seit dem 6. Jahrhundert vor Christus belegt. Aber der Panzer, zu dem sie gehörten, war der Linothorax, er bestand aus Leinen. Metallpanzer in Kombination mit Lederröckchen hatten nur die Römer.SchiffeSchiffe spielen in den homerischen Epen eine wichtige Rolle, die archäologischen Zeugnisse aus mykenischen Kontexten sind jedoch spärlich. Hinweise geben Schiffswracks aus der Ägäis und die auf der Insel Santorini entdeckten Wandmalereien. So lässt sich sagen: Wie im Mittelmeerraum üblich waren mykenische Schiffe kraweelgebaut: Die Planken stossen aneinander. Die meisten Schiffe hatten sowohl eine Reihe für Ruderer als auch Segel. Bug und Heck waren klar unterscheidbar, der hinten aufragende Achtersteven höher. Zu Homers Zeit sahen Schiffe schon ähnlich aus wie in klassischer Zeit: Der Bug ist wie ein scharfer Schnabel, mit dem das Boot das Wasser durchschneiden kann.Odysseus’ Schiff im Film hingegen sieht aus wie ein Wikingerschiff. Bug und Heck sind gleich hoch, und es ist geklinkert: Die Planken stossen nicht aneinander, sondern überlappen sich. Tatsächlich verwendete Nolan einen seetüchtigen Nachbau eines nordischen Langschiffs aus dem 10. Jahrhundert nach Christus. Das ist zeitlich näher an heute als an der Bronzezeit.Annika Byrde / ImagoGetty ImagesLinks: Die «Draken», Nachbau eines Langschiffs der Wikinger aus dem 10. Jahrhundert nach Christus. Rechts: Mykenischer Siegelring aus Gold mit Schiffsdarstellung, gefunden in Tiryns.Das Trojanische PferdHomer erzählt, die Griechen hätten das Trojanische Pferd aus einigen ihrer Schiffe gebaut. Im «Troja»-Film von 2003 war das recht plausibel dargestellt. Das Trojanische Pferd im Film von Christopher Nolan steht auf den Hinterbeinen, als gehöre es zu einer gigantischen Reiterstatue aus römischer oder noch späterer Zeit. Kim Shelton, Archäologin an der Universität Berkeley und Expertin für das mykenische Griechenland, sagte dazu in einem Video: «Dieses Pferd sieht lächerlich aus. Es tut mir leid, aber dieses Pferd ist lächerlich.»Melinda Sue Gordon / Universal PicturesTravelling Runes, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia CommonsLinks: Das Trojanische Pferd im Film steht auf den Hinterbeinen. Rechts: Auf diesem Keramikgefäss aus Mykonos, etwa 670 v. Chr., ist das Trojanische Pferd mit Kriegern im Inneren dargestellt. Wie aus Schiffen gebaut sieht es auch hier nicht aus.Odysseus’ Palast mit Schiebetür und ThronIm Epos wie im Film ist Odysseus der Herrscher von Ithaka. Im Film steht sein Palast hoch oben auf dem Hügel, und darin befindet sich ein Thron aus weissem Stein. Daneben hat Odysseus’ Frau Penelope ihren Webstuhl stehen. Der Bereich mit Thron und Webstuhl ist durch eine Gitterschiebetür von der riesigen Halle abgetrennt.Archäologen haben zwar nicht auf Ithaka, aber an anderen Orten in Griechenland mykenische Paläste ausgegraben. Die beste Vorstellung davon, wie so etwas aussah, vermitteln die Ruinen in Pylos im Süden der Peloponnes: Der Hauptraum misst etwa zehn mal zehn Meter – nicht wenig, doch das Zentrum bildete ein Herd mit einem Durchmesser von vier Metern, niedrig und kreisrund aufgemauert. Vier Holzsäulen im Karree trugen die Öffnung im Dach darüber für den Rauchabzug. Die Wände waren mit Malereien verziert, und an einer Wand stand wohl ein Thron. Das einzige erhaltene Beispiel für einen solchen Thron aus mykenischer Zeit wurde in Knossos auf Kreta entdeckt.Der Thron im Film orientiert sich an diesem Vorbild; die Verzierungen auf der Rückenlehne entsprechen aber nicht der mykenischen Bild- und Formensprache. Von einem runden Herd und von Säulen ist im Film nichts zu sehen. Frei erfunden sind die Gitterschiebetür und die Idee, dass der Bereich der Frauen auf diese Weise vom Rest des Raumes abgeteilt war. Aus dem archäologischen Material lassen sich solche Aussagen nicht treffen. Die Darstellungen von Frauen aus mykenischer Zeit liefern jedenfalls keine Hinweise darauf, dass sie sich verstecken mussten.Melinda Sue Gordon / Universal Pictures / APAshmolean MuseumLinks: Odysseus' Thron im Film hat Ähnlichkeit mit dem einzigen erhaltenen Beispiel für einen solchen Sitz aus der Bronzezeit. Die Verzierung der Rückenlehne wirkt allerdings nicht mykenisch. Rechts: Der Thron von Knossos auf Kreta.Die Tempel und die StatuenIm Film – nicht bei Homer – kommt der «Tempel von Pylos» vor: Man sieht ein in den Fels gehauenes Portal, dahinter eine Abfolge von Räumen voller Priester. Im Innersten steht das Kultbild der Athena, eine überlebensgrosse weibliche sitzende Figur aus weissem Stein.Es ist pure Phantasie.In den Fels gehauene Tempel gab es in dieser Zeit in Ägypten, aber nicht in Griechenland. Wenn es im mykenischen Pylos einen Kultort gab, war es ein kleines, unscheinbares Zimmer im Palast. Auch in Mykene ist das Kultzentrum ein verschachtelter Komplex kleiner Räume innerhalb des Palastes.Die Statue der Athena im Film ähnelt einer stehenden Figur in einer anderen Szene. Diese Figur, ebenfalls aus weissem Stein, lächelt, in einer Hand hält sie eine Frucht.Solche Statuen stehender junger Frauen, genannt Koren, gab es in Griechenland tatsächlich – allerdings erst im 7. und im 6. Jahrhundert. Sie waren keine Kultbilder, kein Abbild von Göttinnen. Sie stellten sterbliche Menschen dar und dienten als Weihgeschenke an einzelne Götter oder als Grabmarker. Und wie alle griechischen Statuen aus Stein waren sie nicht weiss, sondern bunt bemalt.Ob die Vorstellung von einer Göttin Athena in mykenischer Zeit schon existierte, ist unklar. Klar ist: Es gab keine solchen Statuen. Im Kultzentrum von Mykene fanden Archäologen auf niedrigen Bänkchen stehende Figuren, die vielleicht eine Art Kultbilder waren: keine lebensgrossen Statuen aus Stein, sondern maximal 60 Zentimeter hohe Figuren aus Terrakotta, mit röhrenförmigen Körpern, dünnen Ärmchen und Hakennasen. Insofern ist Nolans Entscheidung nachvollziehbar: Von einem rein ästhetischen Standpunkt aus ist der Zugang zu Statuen aus späterer Zeit sicherlich einfacher.Universal PicturesZde, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsLinks: Mindestens lebensgrosse Statue einer stehenden Frau aus weissem Stein im Film. Rechts: Weibliche Terrakotta-Figur aus Mykene, 13. Jh. v. Chr., 60 Zentimeter hoch.Penelopes KleidPenelopes Kleider aus dem Film würden heutzutage bei keiner Filmgala auffallen. Trüge die Penelope-Darstellerin Anne Hathaway ein historisch korrektes Kostüm, wäre das mit ziemlicher Sicherheit anders. Zwar ist es möglich, dass die erhaltenen Abbildungen von Frauen aus der Bronzezeit Priesterinnen oder Göttinnen zeigen und nicht normale Frauen in Alltagskleidung. Aber es bleibt eine Tatsache, dass so gut wie alle diese Frauenbilder eines gemeinsam haben: Die Brüste sind sichtbar. Die Frauentracht bestand offenbar aus einem bis zum Boden reichenden Stufenrock und einer Jacke mit kurzen Ärmeln, die nur an der Taille geschlossen war. Die Brustpartie liess sie frei.Penelopes Kleid im Film ist hochgeschlossen – und frei erfunden.Melinda Sue Gordon / Universal PicturesNational_Archaeological_Museum_AthensNational_Archaeological_Museum_AthensLinks: Zwei Frauen mit Stufenrock, nackten Brüsten und einem Kind, Elfenbein, aus Mykene, 15./14. Jh. v. Chr., Nationalmuseum Athen. Rechts: Stark ergänzte Wandmalerei aus Tiryns, 13. Jh. v. Chr. Die Ergänzung ist aufgrund ähnlicher Darstellungen aus Kreta aber plausibel.Penelopes Kleidung ist das beste Beispiel dafür, dass es in einem Hollywood-Film noch mehr Faktoren zu berücksichtigen gibt als nur historische Korrektheit. Ein Film, in dem alle Frauen mit nackten Brüsten herumlaufen, wäre ein ganz anderes Genre.Archäologen streiten auch darüber, ob Frauen wirklich jeden Tag in solchen Kleidern herumgelaufen sind. Das Kleid zeigt deshalb auch: Die Bronzezeit in der Ägäis ist eine Epoche, über die vieles bekannt ist und noch mehr auch von der Wissenschaft bis jetzt nicht verstanden werden kann.Den Oscar für das beste Kostüm sollte die «Odyssee» aus archäologischer Sicht zwar nicht gewinnen.Aber lassen Sie sich davon den Spass nicht verderben.Passend zum Artikel
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Helme waren nicht aus schwarzem Plastik und Frauenbrüste nicht bedeckt: Christopher Nolans Film ist voller Phantasieobjekte und Anachronismen. Aber keine Sorge: Die literarische Vorlage ist das auch.











