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Was würde Max Weber zu Gadi Eisenkot sagen? Eisenkot, 66 Jahre alt, Sohn jüdischer Einwanderer aus Marokko, früherer Armeechef, steigt drei Monate vor der Parlamentswahl in Israel rasant in Umfragen. Würde diese Woche gewählt werden, käme seine Partei Jaschar (»geradeaus / gradlinig«) auf ähnlich viele Parlamentssitze wie der Likud, die Partei von Benjamin Netanjahu.
Für den deutschen Soziologen Weber, der vor mehr als hundert Jahren unsere heutige Vorstellung davon prägte, was erfolgreiche Politiker auszeichnet, begründete sich legitime Herrschaft entweder in rational-legaler, traditioneller oder charismatischer Autorität. Die Typologie wurde wieder aktuell, als Männer wie Donald Trump erste politische Erfolge feierten und jemand wie Angela Merkel, die lehrbuchhaft rational-legal regierte, plötzlich überholt schien. Als Alphatier und Vorreiter unter den neuen Charismatikern gilt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: aggressive Rhetorik, populistische Parolen, autoritäre Tendenzen. Angsteinflößend, ja. Aber eben auch: stark.











