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Die Huthi-Miliz will die Durchfahrt durchs Rote Meer versperren – und ist gleichzeitig auf Lieferungen wohlgesinnter Geschäftspartner angewiesen. Foto: LiveEO/Airbus/Pléiades Wirtschaft von oben #413 – Rotes Meer: Der versteckte Kriegshafen der Huthi-Miliz Nächster Schock am Golf: Die Miliz greift im Roten Meer Handelsschiffe an. Als Basis dient ihr eine versteckte Bucht mit einem eilig errichteten Hafen. Wirtschaft von oben ist eine Kooperation mit LiveEO.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen greift seit vergangener Woche immer wieder Schiffe im Roten Meer an. Ins Visier nimmt sie vor allem Öltanker aus Saudi-Arabien, das seine Rohölexporte seit Beginn des Iran-Kriegs über das Rote Meer abwickelt.Neben der Straße von Hormus droht damit in einer weiteren für den Welthandel und die Energieversorgung zentralen Meerenge, dem Bab al-Mandab, ein Stillstand. Die Huthi arbeiten laut einem Minister der international anerkannten jemenitischen Regierung und einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters eng mit dem Iran zusammen, um von Schiffen Gebühren für die Passage durch die Meerenge zu verlangen. China vermittelt offenbar, um die vor allem saudischen Ölexporte nach China aufrechtzuerhalten.Eine Analyse von Satellitenbildern zeigt nun, dass die Rebellen in wenigen Monaten in einer zwischen Inseln versteckten Bucht im Norden des Landes einen Hafen für Hochseeschiffe aufgebaut haben – eilig errichtete Infrastruktur, mithilfe derer die Huthi versuchen, militärische Angriffe der USA, Israels und Saudi-Arabiens abzufedern oder erste Anlagen wieder aufzubauen.Der Behelfshafen soll offenbar die Versorgung der von den Huthi besetzten Gebiete sicherstellen. Denn der größte Hafen liegt ganz im Süden in Aden, der von der Regierung kontrollierten Interimshauptstadt. In der eigentlichen Hauptstadt Sanaa herrschen die Huthi.