Ein Frachter ist nach Angaben des Jemen vor der Landesküste von einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden. Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes hölzernes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung im Jemen.Der Angriff im Roten Meer vor der Hafenstadt Hudaida habe zu einem Brand an Bord der »Faize Noore Oliya« geführt, woraufhin das Schiff gesunken sei. Die 14 meist indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden. Das Schiff habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus »iranischer Herstellung«.Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz, auf die sich der Verdacht bei dem Angriff richtet, äußerte sich zunächst nicht. Die Miliz hatte am Mittag mitgeteilt, sie habe den Flughafen Nadschran im südlichen Saudi-Arabien mit einer Drohne angegriffen. Eine Bestätigung aus Riad gab es dafür nicht.

Huthis starten neue Angriffswelle im Roten MeerAuch die mit Präsidialratsmitglied Tarik Salih verbündeten Kämpfer an Jemens Westküste bestätigten den Angriff und den Rettungseinsatz im Roten Meer. Opfer habe es nicht gegeben, berichteten die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte. Jemens Präsidialrat führt die international anerkannte Regierung des Landes. Salih, Neffe des getöteten Präsidenten Ali Abdullah Salihkontrolliert mit seinen Truppen Abschnitte an Jemens Westküste am Roten Meer.