Es gibt offenbar neue Bewegung im Übernahmekampf zwischen der Unicredit und der Commerzbank: Die Spitze der Frankfurter Bank ist zu einer neuen Verständigung mit ihrem italienischen Großaktionär Unicredit bereit. „Über die kommenden Wochen und Monate werden Commerzbank und Unicredit Gespräche führen, um Schritt für Schritt festzulegen, wie wir weitermachen“, sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp in einem Interview im Intranet der Commerzbank, aus dem das Handelsblatt am Freitag zitierte.Dies wolle man „im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat sowie den Arbeitnehmervertretern und im engen Austausch mit der Bundesregierung tun“. Sie gehe davon aus, dass die Italiener, die sich bereits fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert haben, zu einem konstruktiven Dialog bereit seien.Zuvor hatte Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann Unicredit zu direkten Gesprächen mit dem Vorstand aufgefordert. Der ehemalige Bundesbank-Chef gesteht damit ein, dass an einer Machtübernahme durch die Mailänder Großbank nichts mehr vorbeiführt. Unicredit-Chef Andrea Orcel hatte angekündigt, mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat über eine gemeinsame Zukunft seines Hauses mit der Commerzbank zu sprechen. Den Commerzbank-Vorstand um Bettina Orlopp hatte der Italiener nicht als Gesprächspartner erwähnt.
Commerzbank zu weiteren Gesprächen mit Unicredit bereit
Die Mailänder Großbank hat sich bereits fast die Hälfte der Commerzbank-Anteile gesichert. Eine Machtübernahme wird immer wahrscheinlicher.









