PfadnavigationHomePolitikArtikeltyp:LivetickerLage in CeutaMeloni stellt Schengen-Raum mit Spanien infrageStand: 23:01 UhrDie spanische Exklave Ceuta erlebt erneut einen starken Anstieg irregulärer Migration. Innerhalb einer Woche erreichten mehr als 1.500 Menschen die Stadt über das Meer oder die Grenzanlagen.Italiens Premierministerin Giorgia Meloni macht Ernst: Die Lage in Ceuta könnte das Aus für Schengen mit Spanien bedeuten. Auch deutsche Politiker reagieren. Alle Entwicklungen und Reaktionen im Liveticker.Der Ansturm Tausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat die Debatte um den Umgang mit illegaler Migration nach Europa wieder entfacht. Erste Politiker warnen bereits vor einer Weiterreise der Migranten in andere europäische Länder, sollten sie auf das spanische Festland gebracht werden.Auch wächst die Kritik an Spaniens sozialistischem Premierminister Pedro Sánchez. Er stellte erst kürzlich Hunderttausenden illegalen Einwanderern die Legalisierung ihres Status in Spanien in Aussicht.Alle Entwicklungen und Reaktionen zur Lage in Ceuta im Liveticker22:37 Uhr – Donnerstag, 30. JuliMeloni stellt Schengen-Raum mit Spanien in FrageIst der Kontrollverlust der spanischen Regierung in Ceuta das Aus für Schengen? Das deutet Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einem Beitrag auf X an. Die Politikerin kündigte drastische Maßnamen an, um Italiens Grenzen zu schützen. „Italien wird nicht tatenlos zusehen. Wir rufen die zuständigen Gremien zusammen, und als Ergebnis dieser Sitzungen sind wir bereit, auch mit außergewöhnlichen Mitteln einzugreifen, um die Grenzen und die Sicherheit der Bürger zu schützen, wie etwa die Aussetzung des Schengen-Raums mit Spanien.“ Italien werde im Kampf gegen illegale Einwanderung „keinen Milimeter“ zurückweichen.21:56 Uhr – Donnerstag, 30. JuliMaaßen fordert notfalls GrenzschließungenEx-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in einem Beitrag auf X auf, die Grenzkontrollen zu Frankreich und den Benelux-Staaten zu verstärken, um auf eine Weiterreise der Migranten vorbereitet zu sein. Auch sollte der Minister dem spanischen Premierminister Pedro Sánchez die Unterstützung der Bundespolizei anbieten.21:40 Uhr – Donnerstag, 30. JuliWeidel warnt vor Weiterreise der Migranten nach DeutschlandDas Ziel der Migranten „dürfte mutmaßlich Deutschland sein“, prognostizierte die AfD-Bundessprecherin Alice Weidel. „Grenzen müssen jetzt geschlossen und Abweisungen rigoros durchgesetzt werden.“ Ihr früherer Parteikollege Georg Pazderski sprach von beängstigenden Bildern. „Der Kommunist Sanchez öffnet ihnen Tür und Tor nach Europa.“ 21:30 Uhr – Donnerstag, 30. JuliCDU-Abgeordneter mahnt Umsetzung des EU-Migrationspakts anAls einer der ersten CDU-Politiker reagierte der Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann am Nachmittag auf die Lage in Ceuta. Er machte den sozialistischen Parteien in Europa den Vorwurf, die Außengrenzen nicht ausreichend zu schützen und den EU-Migrationspakt nicht umzusetzen. „Die Verweigerung der europäischen Sozialisten unsere Außengrenzen zu schützen bedroht ganz Europa“, schrieb er auf X.20:54 Uhr – Donnerstag, 30. JuliRegierung entsendet Soldaten und PolizistenDie Regierung in Madrid schickt die Armee nach Ceuta: Bis Freitag sollen drei Züge mit je 20 Soldaten, eine Tauchereinheit und ein ⁠Militärschiff verlegt werden, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Zudem soll die Spezialeinheit der Polizei auf 200 Beamte aufgestockt werden.20:00 Uhr – Donnerstag, 30. JuliAufnahmeeinrichtungen in Ceuta überfülltNach der Ankunft von mehr als 1500 Migranten binnen weniger Tage sind die Aufnahmeeinrichtungen in Ceuta überfüllt, wie Regionalpräsident Juan Jesús Vivas erklärte. Hunderte weitere Menschen gelangten am Donnerstag nach Ceuta, mindestens neun Menschen ertranken bei dem Versuch, bis zu der spanischen Exklave zu schwimmen. Dem staatlichen Fernsehsender TVE zufolge gelangten sogar zwischen 2000 und 3000 Menschen in die Enklave. Die Polizei sprach von einem massiven ⁠Zustrom, nannte aber ​zunächst keine genauen Zahlen.sebe