PfadnavigationHomePanoramaMontanaRettung zu teuer – US-Amerikaner spießt sich mit Trekkingstock auf und wandert sechs Stunden zurückStand: 18:22 UhrLesedauer: 2 MinutenDavid Cifaldi teilte dieses Foto mit der Nachrichtenagentur APQuelle: David Cifaldi via AP/Jesse RossDie Kosten für eine Hubschrauberrettung waren ihm zu hoch: Bei einem Wanderunfall spießte sich David Cifaldi mit seinem Trekkingstock auf. Seine Rettung wurde zu einer selbst gewählten Odyssee – mit glücklichem Ende.Die Wandergruppe hatte den höchsten Gipfel im US-Bundesstaat Montana fast erreicht, als ihr Ausflug eine bizarre und gefährliche Wendung nahm: Einer der Männer rutschte aus und spießte sich beim Sturz auf seinen Trekkingstock auf. Die 112 Zentimeter lange Stange mit Stahlspitze drang unter dem linken Arm in den Körper von David Cifaldi ein und trat an seinem Rücken wieder aus. Nach einer kurzen Beratung mit seinen Freunden – und angesichts der hohen Kosten einer Hubschrauberrettung – wusste Cifaldi, wer ihn retten würde: er selbst.„Ich meinte nur: Wir müssen hier runter vom Berg. Und die beiden reagierten eher skeptisch“, erzählte Cifaldi. Er sei sich sicher gewesen, dass die Verletzung außerhalb des Brustkorbs liege. „Es ist ja nur eine Fleischwunde“, habe er seinen Freunden erklärt. Der 32-Jährige weiß, wovon er spricht, er ist Krankenpfleger und auf Wundversorgung spezialisiert. Auf dem Berg nahm er eine Selbsteinschätzung vor: Er war bei Bewusstsein, hatte kaum Schmerzen oder Blutungen, und die Stange bewegte sich nicht.Die Gruppe nutzte ein satellitengestütztes Kommunikationsgerät, um die örtlichen Behörden zu kontaktieren und sie über ihren Plan zur Selbstrettung zu informieren. Dann machten sie sich auf den Rückweg. Sie stiegen vorsichtig auf einer nicht ausgewiesenen Route vom Plateau ab und bahnten sich ihren Weg über Felsblöcke und Schneefelder, bis sie schließlich einen Pfad erreichten. Nach mehr als sechs Stunden und etwa 16 Kilometern Weg erreichten die drei Männer einen Ausgangspunkt für Wanderungen, an dem einer von ihnen ein Auto abgestellt hatte.Klinik behandelt Cifaldi nicht – Fahrt zur nächsten StadtVon dort ging es zur nächsten Klinik. Dort wurde ihnen allerdings mitgeteilt, dass Cifaldi im nahe gelegenen Billings behandelt werden müsse. Also stiegen die drei wieder ins Auto und fuhren weiter zum St. Vincent Regional Hospital, in dem Cifaldi arbeitet. Die Ärzte entfernten den Stock und legten einen Verband an. Kurz darauf konnte Cifaldi wieder arbeiten.Mit seiner Entscheidung, keinen Hubschrauber kommen zu lassen, ist Cifaldi auch nachträglich zufrieden. „Der Einsatz von Such- und Rettungskräften ist kostenlos. Der Flug hingegen nicht“, erklärte er. „Das war ein Faktor bei meiner Entscheidung, mich selbst zu retten.“ Er habe aber zwei großartige Freunde bei sich gehabt und hätte außerdem jederzeit die Rettungskräfte verständigen können.AP/sebe
Rettung zu teuer: US-Amerikaner spießt sich mit Trekkingstock auf und wandert sechs Stunden zurück - WELT
Die Kosten für eine Hubschrauberrettung waren ihm zu hoch: Bei einem Wanderunfall spießte sich David Cifaldi mit seinem Trekkingstock auf. Seine Rettung wurde zu einer selbst gewählten Odyssee – mit glücklichem Ende.











