Eine der rätselhaftesten Szenen im insgesamt sehr rätselhaften Film „Bitteres Fest“ von Pedro Almodóvar ist die, in der die Sängerin Amaia Romero, sich selbst spielend, ein Lied von den einfachen Dingen singt. Elsa (Bárbara Lennie), Sologast der Darbietung, sitzt auf einem Sofa und hört zu. Sie landet in dieser Situation, weil sie unter einer Panikattacke leidet und Medikamente braucht, jetzt sofort. Weshalb sie bei ihrer Freundin Gabriela klingelt, einer High-Society-Nudel. Die hat besagte Tabletten zu Hause, will sie aber nur rausrücken, wenn Elsa zumindest ein bisschen mitmacht bei der Party, die Gabriela gerade gibt. Und so schickt sie die Sängerin hoch zu ihrer Freundin, die sich dort, abseits der Feier, mit ihrer Panikattacke und ihrem Freund verschanzt hat. Sie lässt Elsa eine Art künstlerischen Lapdance zukommen.
„Bitteres Fest“ von Pedro Almodóvar: Ein großer, bisweilen abgründiger Spaß
Der Film versucht sich an der Klärung wichtiger Fragen. Zum Beispiel: Wie vorgehen bei einem Casting für eine Unterwäschewerbung?






