(SZ) Der Schlaf hatte bislang einen astreinen Leumund. Er war der Idealzustand, den die gestresste Menschheit erreichen konnte. Davon künden erprobte Redewendungen wie „Im Schlaf sündigt man nicht“. Damit fängt die Nacht gut an, und so geht es auch am Tag weiter, wenn der Mensch etwas schafft, was an Schlafwandelei grenzt: Dann löst er Aufgaben so gut, dass er einer ist, der alles wie im Schlaf erledigen kann. Ja, der Schlaf macht uns tatsächlich zu einem von allen irdischen Zwängen befreiten Menschenkind, das allabendlich wieder in den unschuldigen Zustand früherer Zeiten versetzt wird, als die Eltern sangen: „Schlaf, Kindlein, schlaf! Der Vater hüt’t die Schaf’, die Mutter schüttelt’s Bäumelein, da fällt herab ein Träumelein. Schlaf, Kindlein, schlaf!“
Das Streiflicht: Der Schlaf als selbstoptimierungsfreie Zone? Das war einmal.
Das Streiflicht: Der Schlaf war mal selbstoptimierungsfreie Zone. Aber jetzt wird heiß diskutiert, was uns zum besseren Schläfer macht.







