Nach einem Ausspruch Josef Stalins entscheiden bei einer Wahl nicht die Menschen, die ihre Stimme abgeben, sondern vielmehr die Leute, von denen die Stimmen gezählt werden. Das kann man, insbesondere bei starker ideologischer Festigkeit der Auszähler, kaum in Abrede stellen, doch ist es nicht die ganze Wahrheit. Wie man derzeit vermehrt bei Kommunalwahlen feststellen kann, lassen sich beispielsweise Wahlergebnisse auch durch vorherigen Ausschluss missliebiger Kandidaten fröhlich in die gewünschte Richtung manipulieren, was das politisch korrekte Auszählen deutlich vereinfacht. Und auch ein Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt zeigt eine Möglichkeit, unerwünschten Wahlergebnissen aus dem Weg zu gehen.
Eine vor Kurzem veröffentlichte Insa-Umfrage zum Thema dieser Wahl zeigte für die einstmals sozialdemokratische Partei eher unangenehme Ergebnisse: Nur noch fünf Prozent der Wähler können sich zu einer Stimme zugunsten der SPD durchringen, während die AfD bei 41 Prozent steht, die CDU bei 24 und „Die Linke“ bei 14 Prozent. Das mag den einen oder anderen Sozialdemokraten beunruhigen. Immerhin haben es die anderen Parteien wie Grüne, FDP und BSW bereits zu einem Platz unter der Fünf-Prozent-Hürde geschafft, woran die SPD im Rahmen ihrer Bundes- und Landespolitik noch intensiv arbeitet.










