In dem eben freigegebenen geheimen Tagebuch des US-Corona-Chefs Anthony Fauci stößt der interessierte Leser aus Deutschland überraschend auf eine vertrauten Namen: Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sei für Anthony Fauci „mittlerweile so etwas wie ein Freund geworden“, schreibt der amerikanische Immunologe am 8. Dezember 2022 in seinem Tagebuch.Fauci soll am Mittwoch vor einem US-Untersuchungsausschuss unter Eid aussagen. Besonderen Fokus legt der republikanische Vorsitzende Rand Paul dabei auf den Corona-Ursprung und von amerikanischen Steuergeldern finanzierte Virenexperimente im Wuhan Institute of Virology (WIV).Vergangene Woche veröffentlichte Senator Paul Tausende Seiten an Dokumenten. Sie zeigen teils Widersprüche in Wissenschaftlerkreisen und in Faucis öffentlichen Aussagen. Lauterbach kommt in Faucis Notizen durchaus prominent vor. Die Aufzeichnungen des umstrittenen Virologen geben unbekannte Einblicke in eine besondere Zeit: die Impfkampagne. Lauterbach hat sich oft den Rat des „Corona-Papstes“ eingeholt.
Ein geheimes Gespräch mit dem BioNTech-Chef
„Wichtiges Zoom-Meeting mit Karl Lauterbach (Bundesgesundheitsminister), Ugur Sahin (CEO, BioNTech) und Ashish Jha“, schreibt Fauci am 30. Juni 2022. Jha war von 2022 bis 2023 als Corona-Beauftragter im Weißen Haus tätig. Im Gespräch seien „Vor- und Nachteile der optimalen Auffrischungsimpfung“ für den Herbst erörtert worden.












