Anthony Fauci, der Chef-Virologe der US-Regierung während der Corona-Pandemie, hat Tagebuch geführt. Der republikanische US-Senator Rand Paul hat Tausende bislang unveröffentlichte Seiten freigegeben, die im Rahmen einer Anhörung eines US-Untersuchungsausschusses diskutiert werden sollen. Trotz einer vorsorglichen Begnadigung durch Joe Biden am Ende von dessen Amtszeit soll Fauci unter Eid aussagen.„Das Weiße Haus ist inzwischen offenbar fest davon überzeugt, dass ich als wissenschafts- und gesundheitspolitischer Sprecher der US-Regierung fungieren soll“, hatte Anthony Fauci stolz am 31. Januar 2020 in seinem Tagebuch notiert. Doch was wusste dieser „Sprecher“, und was hielt er geheim? Das Tagebuch könnte unter anderem helfen, eine der zentrale Corona-Fragen zu klären: Wo liegt der Ursprung des Sars-CoV-2-Virus? War es eine böse Laune der Natur, oder wurde das Virus in einem der berüchtigten Bio-Labore hergestellt?

Widersprüche hinter den Kulissen

Während Fauci in der Öffentlichkeit stets klare Positionen etwa zum Ursprung des Virus, zu Masken oder Lockdowns vertrat, zeichnen seine akribisch geführten Aufzeichnungen aus der Pandemiezeit ein widersprüchlicheres Bild. Senator Paul erhebt schwere Vorwürfe: „Was er privat schrieb und was er dem Land sagte, sind zwei verschiedene Geschichten“, erklärte er mit Blick auf die Tagebücher auf der Plattform X.