Südeuropa steht in Flammen, eine Folge der globalen Erwärmung. Und Brüssel? Die EU-Kommission versucht es weiter mit Strategiepapieren.

Waldbrand in Spanien: Wis­sen­schaft­le­r:in­nen gehen von tausend zusätzlichen Todesfällen aufgrund der Rauchbelastung aus

Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dp

A ls EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Ende 2019 an die Spitze der europäischen Politik rückte, sollte die Rettung des Klimas ihr politisches Vermächtnis werden. Als „europäische Mondlandung“ bezeichnete sie ihren Green Deal, einen politischen Fahrplan, mit dem bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaft entstehen sollte. Doch über die Jahre wurden Vorhaben des Green Deal peu à peu zurückgenommen. Lobbyinteressen setzten sich durch sowie die Angst, auf dem internationalen Markt endgültig abzuschmieren und rechten Parteien weiteren Zulauf zu verschaffen.

Und nun, bald sieben Jahre später, steht Südeuropa in Flammen. Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, überall brennen großflächig Wälder, ebenso in den Beitrittskandidatenländern Montenegro und Nordmazedonien.