Stand: 22.07.2026 • 20:47 Uhr

Wochenlange Hitze und Trockenheit sorgen in Spanien und Portugal weiter für Waldbrände. Einige erreichen Ausmaße, die selbst erfahrene Feuerwehrleute an ihre Grenzen bringen. Wissenschaftler sehen dafür mehrere Gründe.

Von Anna Mundt, ARD Madrid

Andalusien Anfang Juni: Meterhohe Flammen färben den Himmel rot, Feuer frisst sich durch die Hügel hinter der Mittelmeerküste. Francisco Reyes, der Bürgermeister von Los Gallardos nördöstlich von Almería ist verzweifelt: "Sehen Sie die Flammen hinter mir - das ist einfach nur beängstigend. Weil es so windig ist, hat sich das Feuer rasend schnell ausgebreitet."

Am Ende verbrennen 7.000 Hektar, 13 Menschen sterben. Es ist einer der schwersten Waldbrände in der Geschichte Spaniens. Viele Anwohner verlieren alles, wie Jose Antonio Flores: "Das reißt einem die Seele raus. Uns bleibt nichts. Ich hab dort gearbeitet ... Dort steht mein Sohn. Da hab ich ihn großgezogen, genau da, wo jetzt das Feuer wütet. 600 Orangenbäume hatte ich."