Die US-Regierung hat gemeinsam mit über 20 Partnerstaaten eine globale Allianz ins Leben gerufen, um die Entwicklung sicherer 6G-Mobilfunknetze voranzutreiben. Dem Bündnis gehören neben den USA 24 weitere Nationen an, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Australien, Südkorea, Kanada, Finnland und Schweden.

Ziel der Initiative, die am Montag einen „Aufruf zum Handeln für Führung und Sicherheit bei 6G“ lanciert hat, ist eine engmaschige internationale Koordinierung. Jahre bevor die ersten kommerziellen 6G-Netze im Laufe der 2030er Jahre die bisherigen 5G-Infrastrukturen ablösen dürften, wollen die beteiligten Regierungen verbindliche Sicherheitsarchitekturen definieren, Lieferketten absichern und den technologischen Standards ihren Stempel aufdrücken.

Das Bündnis zieht damit auch Konsequenzen aus dem geopolitischen Streit über die fünfte Generation. Der weltweite Wettlauf um 5G entwickelte sich über Jahre hinweg zu einem Schauplatz des Konflikts zwischen den USA und China. Aus Gründen der nationalen Sicherheit warnten die USA eindringlich vor dem Einsatz von Komponenten chinesischer Telekommunikationskonzerne wie Huawei oder ZTE. Sie drängten ihre Partner immer wieder dazu, diese aus kritischen Infrastrukturen zu verbannen. Das könnte in der EU teuer werden.