Die Europäische Union (EU) unterstützt Frankreich und Spanien im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände. Über den EU-Katastrophenschutzmechanismus werden 13 Flugzeuge, vier Hubschrauber sowie 41 Fahrzeuge und rund 130 Einsatzkräfte bereitgestellt, wie die EU-Kommission mitteilte.

Beide Länder werden laut Kommission außerdem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Nach Angaben der Kommission mussten wegen der Brände in beiden Ländern zusammen mehr als 300.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Das ist eine der größten Evakuierungen jemals in Europa.EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib sagte, kein Land müsse eine Katastrophe dieses Ausmaßes allein bewältigen.

Die Bundeswehr unterstützt Frankreich mit Hubschraubern. Zwei CH-53-Transporthubschrauber seien am Vormittag auf dem Weg zur französischen Militärbasis Cazaux, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ein A400M-Transportflugzeug bringe zudem Löschgerät und ⁠weiteres Material ⁠in die Region.

Evakuierungen in Frankreich und SpanienSowohl in Frankreich als auch in Spanien befürchten Experten eine erneute Verschärfung der Situation:

In der Gironde in Frankreich ist das Feuer laut Innenminister Laurent Nuñez stabilisiert, aber nicht unter Kontrolle. Die Einsatz- und Rettungskräfte seien »weiterhin in vollem Umfang im Einsatz«. Die Flammen hatten sich in der Region zuvor mehrere Tage lang ausgebreitet. Am Sonntag wurde Touristen empfohlen, »nicht zu kommen«. Der Waldbrand verwüstete 42.000 Hektar Land und führte zur Evakuierung von 220.000 Menschen.Die Lage bei Madrid soll sich zwar leicht verbessern. Das Feuer wütet aber weiterhin. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska sagte, der Montag und der Dienstag seien »absolut entscheidende« Tage. Dem spanischen Wetterdienst Aemet zufolge steigt die Brandgefahr ab Dienstag fast im gesamten Land auf ein sehr hohes oder extremes Niveau. Insgesamt rund 75.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.