Im Kampf gegen Waldbrände unterstützt die EU Frankreich und Spanien mit Löschflugzeugen, Hubschraubern und Feuerwehrkräften. Über den EU-Katastrophenschutzmechanismus stellen andere europäische Länder sowie die EU selbst 13 Flugzeuge, vier Hubschrauber sowie 41 Fahrzeuge und rund 130 Einsatzkräfte, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte.Auch Deutschland beteiligt sich: Die Bundeswehr unterstützt Frankreich mit Hubschraubern bei der Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten des Landes. Zwei CH-53-Transporthubschrauber seien am Vormittag auf dem Weg zum französischen Militärflugplatz Cazaux, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Ein A400M-Transportflugzeug bringe zudem Löschgerät und weiteres Material in die Region.Der Einsatz der deutschen Kräfte in der Umgebung von Bordeaux sei in Absprache mit den französischen Partnern zunächst auf fünf Tage begrenzt. Eine Eindämmung der Brände ist den Angaben zufolge bisher nicht gelungen.Frankreich und Spanien werden laut EU-Kommission außerdem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Nach Angaben der Kommission mussten wegen der Brände in beiden Ländern zusammen mehr als 300 000 Menschen ihre Häuser verlassen – eine der größten Evakuierungen jemals in Europa. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib sagte, kein Land müsse eine Katastrophe dieses Ausmaßes allein bewältigen.Über den Katastrophenschutzmechanismus können teilnehmende Länder Hilfe anfragen. Dies wird dann an die anderen teilnehmenden Staaten weitergegeben. Neben den EU-Ländern sind das zehn weitere, etwa die Türkei, Norwegen und die Ukraine. Die EU-Kommission koordiniert Hilfsangebote und beteiligt sich an der Finanzierung der Einsätze. Reichen die Hilfsangebote der Länder nicht aus, kann die EU aus ihrer eigenen strategischen Reserve „rescEU“ auf 22 Flugzeuge und fünf Hubschrauber zurückgreifen.„Ruhige Nacht“ südlich von BordeauxAn der französischen Atlantikküste kämpft die Feuerwehr weiter mit einem Großaufgebot gegen den riesigen Waldbrand, der sich in der Nacht zum Montag aber nicht weiter gefährlich ausgedehnt hat. In der Nacht „blieb die Lage insgesamt stabil“, teilte die Präfektur des Départments Gironde am Morgen mit, wie die Zeitung Sud-Ouest berichtete.Von einer „eher ruhigen Nacht“ berichtete auch das Département Landes südlich von Bordeaux. Der dortige Brand habe sich nicht weiter ausgedehnt. Für die Brandbekämpfung sei auch die weitere Wetterentwicklung mit dem Aufkommen von Wind und Hitze wichtig, hieß es von den Behörden. Das Feuer hatte sich bis zu 15 Kilometern der Großstadt Bordeaux genähert und rund 42 000 Hektar Wald und Buschland zerstört.Der Großbrand könne noch „mehrere Wochen, ja sogar mehrere Monate andauern“, ehe er vollständig gelöscht sei, sagte Feuerwehroffizier David Annotel vom französischen Feuerwehrverband dem Sender France Info. Über viele Wochen und Monate hinweg müssten sich Feuerwehreinheiten aus ganz Frankreich zur Brandbekämpfung ablösen. Während an der einen Stelle ein Brand gelöscht werde, breche an anderer Stelle ein neuer aus. „Die bevorstehende Hitzewelle wird die Lage verschärfen und die Zahl der Einsätze erhöhen.“MeinungWaldbrände:Dieses Foto zeigt die ganze Ratlosigkeit im Hitzesommer 2026Fortschritte bei Waldbrandbekämpfung in SpanienBei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände in Spanien gibt es zwar Fortschritte, doch Innenminister Fernando Grande-Marlaska warnt vor verfrühtem Optimismus. „Die Lage bei den Bränden verbessert sich, aber nur langsam“, sagte Grande-Marlaska vor Journalisten. Allein das Feuer in der Provinz Ávila, das seit Tagen weniger als 100 Kilometer westlich von Madrid wütet, habe nach Schätzungen bereits 47 000 Hektar erfasst, so der Minister. Damit wäre es der größte Waldbrand der jüngeren Geschichte Spaniens, wie unter anderem der staatliche TV-Sender RTVE hervorhob.Der Brand in Ávila wurde nach ersten Erkenntnissen der zuständigen Behörden vermutlich durch landwirtschaftliche Arbeiten ausgelöst. Nach Medienberichten wurde dort ein Mann unter dem Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung festgenommen. Er soll trotz eines wegen der Hitzewelle geltenden Verbots schweres Gerät benutzt und dadurch das Feuer ausgelöst haben.Die in Ávila vom Feuer erfasste Fläche entspricht etwa 65 000 Fußballfeldern. Sollten sich die vorläufigen amtlichen Schätzungen bestätigen, wäre der Brand der größte seit Beginn der Erfassungen durch die Zentralregierung im Jahr 1968. Bisher galt das Feuer von Larouco im Jahr 2025 mit knapp 38 000 zerstörten Hektar in den Regionen Galicien und Kastilien und León als das größte im beliebten Urlaubsland.
EU unterstützt bei Löscharbeiten – Bundeswehr schickt Hubschrauber nach Bordeaux
Neben den EU-Ländern beteiligen sich zehn weitere an der Bekämpfung der Flammen. Eine neue Hitzewelle könnte die Lage verschärfen, befürchtet die französische Feuerwehr.














