Kasachstan und Aserbaidschan bauen ihre Religionspolitik auf einer gemeinsamen postsowjetischen Grundlage auf. Beide Staaten erbten von der UdSSR das offizielle Muftiat als Instrument der administrativen Kontrolle über die muslimische Gemeinschaft und verankerten den säkularen Charakter des Staates in der Verfassung. Äußeren religiösen Einfluss betrachten beide Länder vor allem unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit.
Dabei unterscheiden sich die strukturellen Aufgaben. Kasachstan arbeitet mit einer überwiegend sunnitischen Bevölkerung hanafitischer Prägung und dämmt den Import des Salafismus aus der arabischen Welt und aus Pakistan ein. Aserbaidschan verwaltet eine historisch schiitische Mehrheit und balanciert zwischen iranischem schiitischem und türkischem sunnitischem Einfluss.
Handelswege
Vor wenigen Jahren undenkbar: Zwei große Kriege drängen Afghanistan nach Zentralasien
Äußerer religiöser Einfluss und der forcierte Säkularismus in Kasachstan









