Der designierte Gesundheitsminister Carsten Linnemann macht aus seinem fehlenden Fachwissen kein Geheimnis. Im Gesundheitswesen will er erstmal aufräumen. Einfach mal machen.
Arbeiter im Weinberg seines Herrn: Merz' neuer CDU-Gesundheitsmann Carsten Linnemann
Thomas Banneyer/dpa
Mit Blick auf sein neues Aufgabengebiet hat der designierte Gesundheitsminister Carsten Linnemann jetzt überraschend festgestellt, dass da „ganz schön viel Musik drin“ ist. Aber er bittet um Geduld. „Hier und da“ müsse er als neuer Chef des Gesundheitsministeriums mit 22-Milliarden-Euro-Etat „einfach noch tiefer einsteigen“, sagte der scheidende CDU-Generalsekretär in einem Instagram-Video. Jedenfalls habe er „einen Höllenrespekt vor dieser Aufgabe“. Der Wirtschaftsliberale hätte auch sagen können: Ich habe keine Ahnung von der Materie.
Sinngemäß wiederholte er damit, was er bereits vor etwas mehr als einem Jahr dem Sender Phoenix zu Protokoll gegeben hatte. Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der SPD war Linnemann seinerzeit bei der Vergabe der Ministerposten leer ausgegangen. Er wollte gern das Arbeits- und Sozialministerium übernehmen, das ging aber an die SPD. Im Interview mit Phoenix Anfang Mai 2025 erklärte der Paderborner schließlich, dass er sich auch ohne Ministeramt „pudelwohl“ fühle.










