Angesichts der Familiengründung des Jens Spahn darf man gratulieren. Erstens natürlich dem Vater – auch Politiker sind Menschen, für die der Kinderwunsch ein existenzielles Bedürfnis sein kann. Der zweite Glückwunsch gebührt der Union, die irgendwann doch noch gemerkt hat, dass die Ablehnung der Leihmutterschaft ein konservatives Anliegen ist. Anderswo, etwa in den USA, wird im politisch rechten Lager der Konservatismus gerade durch technokratisch-libertäre Kräfte in Bedrängnis gebracht, die alles für legitim halten, was technisch machbar ist und den eigenen Nutzen maximiert. Ethik und Moral spielen in dieser Welt keine Rolle. Gut also, dass die Union dafür noch sensibel ist.