Das Verbot ist verlogen, paternalistisch und oft wirkungslos. Frauen sollten selbst entscheiden, ob sie für andere ein Kind austragen wollen.

Das Verbot schützt Frauen nicht vor ökonomischen Zwängen, es nimmt ihnen lediglich die Freiheit zu entscheiden, auf welche Weise sie sich im Kapitalismus ausbeuten lassen

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J ens Spahn ist als Unionsfraktionschef weg, aber die Debatte über Leihmutterschaft kocht weiter. Erstaunlich, wie einig sich viele über das hierzulande geltende Verbot sind: Von Rechtsextremen über Konservative bis hin zu Teilen der Linken wird das Austragen von Kindern für andere geframt als „Ausbeutung“ des weiblichen Körpers, vor der Frauen geschützt werden müssten.

Doch das Verbot schützt Frauen nicht vor ökonomischen Zwängen, es nimmt ihnen lediglich die Freiheit zu entscheiden, auf welche Weise sie sich im Kapitalismus ausbeuten lassen. Wenn eine Frau lieber ein Kind austragen möchte, als Klos zu putzen, wieso sollte sie das nicht dürfen? Weil ein Kind zu gebären etwas anderes ist, argumentieren Paternalisten.