Die Zehlendorfer Papageiensiedlung wird wahrscheinlich zum Welterbe erklärt. Nicht alle jubeln. Seit 100 Jahren gibt es hier immer wieder Konflikte.
Umgeben von Grün: die Pagageiensiedlung in Zehlendorf
Hans Scherhaufer/epd/imago
Unweit der nördlichen Grenze der Waldsiedlung Zehlendorf steht eine Kiste, die aussieht wie ein Kompostklo. Christian Küttner, Vorstand der Quartiersgenossenschaft „klimafreundliches Quartier“ (kliQ), hat sie mitgebastelt. Sie enthält eine Wärmepumpe, an die eine Erdsonde angeschlossen ist.
Mit der Sonde wird in den kommenden Tagen getestet, ob die Temperaturunterschiede im Erdreich ausreichen, um hier ein dezentrales fossilfreies Geowärmenetz zu betreiben – ein Pionierprojekt im Altbau. Dem ging ein Konflikt zwischen Denkmal- und Klimaschutz voraus, der die Begeisterung in der Siedlung über die wohl am Montag erfolgende Aufnahme der Siedlung in die Welterbeliste der UNESCO bremste – dazu gleich mehr.














