Es handelt sich dabei um keinen neuen Eintrag in die Welterbeliste, sondern eine Erweiterung der bereits 2008 anerkannten Welterbestätte »Siedlungen der Berliner Moderne«. Zu dieser zählen nun insgesamt sieben Siedlungen, darunter die bekannte Hufeisensiedlung im Bezirk Neukölln und die Weiße Siedlung in Reinickendorf.»Mit ihrer einzigartigen Verbindung von Architektur, Waldlandschaft und urbaner Infrastruktur erweitert die Waldsiedlung Zehlendorf das bestehende Welterbe um eine ganz eigene Facette«, sagte die deutsche Unesco-Botschafterin Kerstin Pürschel über die Entscheidung in Busan.
Unter den Berlinerinnen und Berlinern wird das Viertel auch Papageiensiedlung genannt, denn die Hausfassaden sind allesamt in verschiedenen Farben bemalt – Ostfassaden in Gelb und Grün, Westfassaden in Braun und Bordeauxrot.In den ersten Jahren nach dem Siedlungsbau sorgte das knallige Erscheinungsbild des Viertels auch immer wieder für Spott. »Zigarrenkistenkunst, die nach Südamerika gehört«, soll ein Bezirksbürgermeister die Bauten damals genannt haben.Heute gilt das Konzept allerdings unbestritten als wegweisend: Unter dem Leitmotiv »Licht, Luft und Sonne« stellt die Waldsiedlung die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen während einer Zeit in den Mittelpunkt, als dies noch kaum üblich war. Bruno Tauts Vision verbindet moderne, offene Architektur in einem von Grünflächen und Bäumen geprägten Umfeld. Ebenfalls wollte man bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten schaffen.










