Der geomagnetische Sturm vom Mai 2024 war ein Ereignis, das die europäische Infrastruktur einem massiven Stresstest unterzog. Ein Expertengremium hat jetzt auf einer Astronomie-Konferenz im Juli 2026 ein verheerendes Fazit gezogen und konkrete Gegenmaßnahmen gefordert.Anzeige

Auf dem National Astronomy Meeting der Royal Astronomical Society im britischen Birmingham präsentierte die Space Environment Impacts Expert Group ihre detaillierten Ergebnisse. Der Vorsitzende der Gruppe, Professor Richard Horne vom British Antarctic Survey im englischen Cambridge, machte unmissverständlich klar, dass moderne Industrienationen nicht ausreichend auf schweres Weltraumwetter vorbereitet seien.

Schwächen im britischen Stromnetz

Der betroffene Sonnensturm erreichte auf der Skala der zuständigen US-amerikanischen Wetterbehörde NOAA die höchste Kategorie G5. Während die visuellen Effekte ein breites Publikum begeisterten, zeigten die enormen Energieschübe im Hintergrund gravierende Defizite in der Widerstandsfähigkeit von Versorgungsnetzen auf.Anzeige

Das Fundament für den aktuellen Alarmruf der Expert:innenrunde bildet eine Datenauswertung, die erstmals im Frühjahr 2025 publiziert wurde. Wie in der im Fachjournal Frontiers in Astronomy and Space Sciences erschienenen Studie der britischen Organisation British Geological Survey zu lesen ist, flossen in Umspannwerken an Küstenknotenpunkten Ströme von mehr als 60 Ampere.