Extreme Sonnenstürme können auf der Erde viel heftigere Folgen haben als bislang angenommen. Das habe ein Forschungsteam ermittelt und dabei eine alte Vermutung entkräftet, berichtet die britische Lancaster University. Demnach ist man seit Jahrzehnten davon ausgegangen, dass es für die infolge eines geomagnetischen Sturms in der oberen Erdatmosphäre entstehenden elektrischen Ströme eine Obergrenze gibt. Diese Annahme gehe aber auf Ungenauigkeiten bei den Messungen zurück, solch eine Obergrenze existiere nicht. Je stärker der Sonnensturm, desto heftiger die Auswirkungen auf die Erde und unsere moderne Technik. Das müsse man bei den Vorbereitungen einplanen.
Auswirkungen doppelt so schlimm wie angenommen
Wie die Forschungsgruppe in Erinnerung ruft, besteht Sonnenwind aus einem nie endenden Strom aus heißem Gas, der von der Sonne weg strömt. Während einer Sonneneruption kann sich der verstärken, und als Folge können elektrische Ströme in der Erdatmosphäre zunehmen. Das kann Satelliten, Kommunikationstechnik und Navigationssignale beeinflussen, je nach Stärke kann Technik dadurch auch beschädigt werden. Bislang hätten Messungen aber darauf hingedeutet, dass das nur bis zu einer bestimmten Grenze der Fall ist, dann würden sich die elektrischen Ströme nicht mehr verstärken. Genau das sei aber nicht der Fall, stattdessen handle es sich um einen Effekt, der unter anderem darauf zurückgehe, dass unsere Daten nur von bestimmten Gebieten im All stammten.














