Ein Team des Nasa Goddard Space Flight Center im US-Bundesstaat Maryland hat festgestellt, dass die Auswirkungen extremer Sonnenstürme auf die Erde bislang deutlich unterschätzt wurden. Wie in einer im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlichten Studie zu lesen ist, beruht die lange angenommene Sättigung der geomagnetischen Reaktion offenbar auf einem statistischen Phänomen.Anzeige
Jahrzehntelang gingen Weltraumforscher:innen davon aus, dass die Magnetosphäre der Erde bei starken Sonnenstürmen eine Art natürlichen Schutzmechanismus aktiviert. Dieser sollte die aufgenommene Energie ab einem bestimmten Punkt messbar dämpfen. Der Weltraumphysiker Nithin Sivadas und sein Team konnten nun nachweisen, dass dieser sogenannte Sättigungseffekt durch Unsicherheiten bei den Messdaten erklärbar ist. Eine physikalische Sättigung bei bislang nicht beobachteten Extremwerten schließen die Forschenden allerdings nicht vollständig aus. Dafür gibt es in den bisher verfügbaren Daten aber keine belastbaren Hinweise.
Messdaten am Lagrange-Punkt L1 verzerren die Realität
Bisherige Modelle zum Weltraumwetter stützen sich primär auf Daten von Satelliten am Lagrange-Punkt L1, der rund 1,5 Millionen Kilometer näher an der Sonne liegt als die Erde. Auf dem langen Weg von diesem Messpunkt bis zur Erde verändert sich jedoch der Sonnenwind.Anzeige







