Der Tatverdächtige von Stade ist bis kurz vor seinem Suizid engmaschig überwacht worden. Der Staatsanwaltschaft Stade zufolge wurde Fatih Khan G. bis zum 13. Juli videoüberwacht, danach kam er in einen regulären Haftraum. Dort sei viermal die Nacht kontrolliert worden, ob er lebe. Am 20. Juli, einen Tag vor G.s Suizid, seien die nächtlichen Kontrollen aufgehoben worden.
Nach Schilderung des Justizministeriums kam der Verdächtige am 30. Juni in Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremervörde. Noch am selben Tag habe standardgemäß ein sogenanntes Zugangsgespräch stattgefunden. Dabei soll mithilfe eines Formulars unter anderem herausgefunden werden, ob der Gefangene sich möglicherweise selbst verletzen könnte.Eine solche Gefahr habe in diesem Fall vorgelegen, sagte der Sprecher des Ministeriums. Der 45-Jährige sei deshalb in eine kameraüberwachte Zelle gekommen. »Der Gefangene musste rund um die Uhr ohne Unterbrechung im Blick behalten werden.« Nach einer Woche seien die Maßnahmen das erste Mal gelockert worden, der Verdächtige sei dann in eine andere kameraüberwachte Zelle gekommen, in der er einen Fernseher zur Verfügung hatte.
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