Erneut wurde in deutschen Gewässern ein Buckelwal gesichtet. Er zeigt ein ähnliches Verhalten wie Timmy – und wird wohl bald sterben.
Vermutlich Wal Hartwin, von einer Brücke in Dänemark fotografiert
inda Frølund Hansen/Bridgewalking via dpa
Nach dem Tod von Buckelwal Timmy, dessen Schicksal um seine Strandung und vergebliche Rettung wochenlang öffentlich begleitet wurde, ist ein weiterer, vermutlich kranker Artgenosse in der Ostsee unterwegs. Nach Angaben des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums wurde er zuletzt in der Kieler Innenförde gesichtet. Er soll etwa zehn Meter lang sein.
Sein Zustand zeigt Ähnlichkeiten mit jenem von Timmy: Auch er hat Hautverletzungen. Der Wal, der von Tierschützern „Hartwin“ getauft wurde, scheint eine Pilzinfektion zu haben. Darauf weisen die weiße Haut, die eigentlich dunkelgrau sein müsste, und rosa Stellen an der Rückenflosse hin. Der Meeresbiologe und Walexperte Boris Culik, den Medien im Norden häufig zitieren, vermutet, dass es Hartwin nicht gut geht. Das schleswig-holsteinische Umweltministerium hat unterdessen eine Meldekette eingerichtet, um über weitere Sichtungen schnell Bescheid zu wissen.









