Der NSU mordete jahrelang, die Behörden versagten. Ein Dokuzentrum fand die Bundesregierung erst zu teuer. Jetzt stehen doch 6 Millionen Euro bereit.
NSU-Tatort in Nürnberg: Hier wurde Abdurrahim Özüdogru von den Nazis 2001 ermordet
Daniel Karmann/dpa/picture alliance
Das in Nürnberg geplante NSU-Dokuzentrum ist gerettet. Für den Aufbau der Trägerstiftung stelle man nächstes Jahr nun doch rund 6 Millionen Euro bereit, teilte das Bundesinnenministerium (BMI) der Grünen-Abgeordneten Marlene Schönberger mit. Im ursprünglichen Haushaltsentwurf für 2027 hatte die Bundesregierung keinen Cent für das Vorhaben eingeplant. Schönberger spricht jetzt von einem „Schritt in die richtige Richtung“, nennt den Umgang der Bundesregierung mit dem Projekt aber „beschämend“.
Schon in den letzten Tagen hatten verschiedene bayerische Lokalmedien berichtet, die Bundesregierung habe doch noch Geld für das Zentrum aufgetrieben, allerdings ohne konkrete Zahlen. Die Mitteilung des BMI schafft jetzt Klarheit, wobei es ebenfalls betont, den genannten 6 Millionen Euro müsse auch noch das Bundesinnenministerium zustimmen. Das Vorhaben sei „weiterhin Gegenstand hausinterner Beratungen und Ressortabstimmungen“.














