Oben steckt man Münzen oder Geldscheine hinein, unten kommen Fahrscheine aus Papier heraus. Eine altbekannte Technik. Doch vieles deutet darauf hin, dass sie verschwinden wird. „In einigen Jahren wird es in Berlin keine Fahrscheinautomaten mehr geben“, sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) der Berliner Zeitung. Dazu passt die jüngste Mitteilung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Das Landesunternehmen will neue digitale Vertriebssysteme für Stationen und Fahrzeuge anschaffen. Der Fahrgastverband IGEB ist misstrauisch. Kleines Gerät mit großer Wirkung: So beschreibt BVG-Vertriebschef Michael Beer den Validator. Dieses Gerät kann nicht nur Tickets kontrollieren. Es bietet auch die Möglichkeit, Fahrscheine zu kaufen. EC- oder Kreditkarte davorhalten – und das Ticket wird virtuell in der Cloud hinterlegt. Einen Papier-Fahrschein bekommt der Käufer nicht.Ganz einfach mit der Bankkarte Bus und Bahn nutzen: Solche Vertriebssysteme gibt es vielerorts bereits, zum Beispiel in den Niederlanden und in London. Am Ende des Tages bekommt dort jeder Kunde den besten Preis ausgerechnet. Wenn der BVG-Verkaufschef den Validator bei LinkedIn nun so sehr heraushebt, geschieht das sicher nicht von ungefähr. So etwas soll es offenbar auch in Berlin geben.
Berlin schafft Fahrscheinautomaten ab: Diese Geräte sollen sie bei der BVG ersetzen
Verkehrssenatorin kündigt Revolution im Nahverkehr an. Berliner Fahrgastverband warnt: Papiertickets und Bargeldzahlung sollen verschwinden.









