Im Berliner Nahverkehr bahnt sich eine Revolution an – für manche Fahrgäste bedeutet sie eine Umstellung. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen ihr Vertriebssystem erneuern. In einigen Jahren sollen Fahrscheine aus Papier sowie Ticketautomaten, die Bargeld annehmen, keine Rolle mehr spielen. Von Experten erntet das Landesunternehmen positive Reaktionen. Dagegen spricht der Berliner Fahrgastverband IGEB von einer „Hauruckaktion“ und einem „Alleingang der BVG“. „Wir sind irritiert, um nicht zu sagen verärgert, wie schnell das Unternehmen eine radikale Änderung durchdrücken will“, sagte Sprecher Christian Linow am Donnerstag der Berliner Zeitung.„Schnell, papierlos und intuitiv“: Künftig soll der Ticketkauf einfacher, digitaler und komfortabler werden, kündigt BVG-Vertriebschef Michael Beer bei LinkedIn an. „Nach mehr als 30 Jahren wird die bestehende Technik in Fahrzeugen und Stationen schrittweise durch eine neue Generation digitaler Vertriebssysteme ersetzt“, schreibt Beer.
Nahverkehr
Digital statt Bargeld in Berlin: Diese Geräte sollen Fahrscheinautomaten der BVG ersetzen
BVG ersetzt Ticketautomaten durch digitale Validatoren
Eine Visualisierung zeigt einen Validator, der in einem BVG-Fahrzeug an der Wand hängt. Dieses Gerät kontrolliert nicht nur Tickets, es kann sie auch verkaufen – ohne Münzen und Banknoten. Einfach die Bankkarte vor den Scanner halten, und die Fahrberechtigung wird in der Cloud hinterlegt. Bei der Abrechnung soll der Fahrgast am Ende des Tages oder Monats den besten Preis erhalten. Die Systeme können auch andere Chipkarten sowie Smartphones oder Smartwatches erkennen.











