Rund 1,5 Millionen Fahrgäste befördert die S-Bahn Berlin nach eigenen Angaben an Werktagen. Die rot-gelben Züge gehören zum Stadtbild wie der Fernsehturm. Allerdings sind sie im Durchschnitt 20 Jahre alt – um den öffentlichen Nahverkehr zu sichern, müssen neue Bahnen her. Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen steht nun fest: Von 2032 an sollen 350 Halbzüge mit insgesamt 1400 Wagen die S-Bahn-Flotte auf der Stadtbahn und der Nord-Süd-Verbindung verstärken und verjüngen.
Betrieben werden sie wie bisher von der Deutschen Bahn. Für Bau und Auslieferung sind die Konzerne Stadler und Siemens Mobility verantwortlich.Das Konsortium hat am 8. Juli den rechtskräftigen Zuschlag erhalten, wie die Senatsverwaltung für Verkehr mitteilte. Der Prozess dauerte angesichts der komplexen Ausschreibung mit mehreren Vergabelosen und einem Gesamtvolumen von rund 15 Milliarden Euro deutlich länger als ursprünglich geplant. Zudem verzögerten rechtliche Auseinandersetzungen mit dem unterlegenen Bieter Alstom die Vergabe.
Alte Baureihen ersetzenDer jetzt vergebene Auftrag umfasst Beschaffung, Betrieb und Instandhaltung des Berliner S-Bahnverkehrs ab dem Jahr 2032 auf der West-Ost- sowie der Nord-Süd-Achse. Die Ringbahn ist darin nicht enthalten. Der Verkehrsvertrag für den Betrieb laufe 15 Jahre, der Vertrag für die Instandhaltung der Züge auf 30 Jahre, teilte die Senatsverwaltung weiter mit.








