Das Verfahren dauerte „quälend lange“, sagte Stefan Evers. „Doch was lange währt, wird heute gut“, sagte der Finanzsenator und CDU-Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Ihm und den anderen Menschen, die am Donnerstag in Berlin vor die Medien traten, war die Erleichterung anzumerken. Sechs Jahre nach dem Beginn der S-Bahn-Ausschreibung steht rechtskräftig fest: Berlin und Brandenburg bekommen 1400 neue S-Bahnwagen. Die Lieferung soll 2032 beginnen. „Nach langen Irrungen und Wirrungen haben wir den Durchbruch geschafft“, sagte Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail. Der schweizerische Bahnhersteller wird im Werk Pankow 350 Vier-Wagen-Züge für die S-Bahn montieren. Mit Klimaanlage, USB-C-Steckdosen an jedem Doppelsitz und großen Mehrzweckbereichen.Partner ist Siemens Mobility – wie schon beim Bau der Bahnen, die seit einigen Jahren auf dem Ring rollen. Auch das Unternehmen, das die Züge auf elf Ost-West- und Nord-Süd-Linien betreiben wird, ist ein alter Bekannter. „Wir verantworten weiterhin den Betrieb“, sagte Heiko Büttner, Chef der S-Bahn Berlin GmbH. Alle Lose summieren sich zu einem 15-Milliarden-Euro-Auftrag. Ein Auftrag so groß wie noch nie.

Stadtbahn und Nord-Süd: Um diese Strecken geht es jetzt