Es ist genau 13.28 Uhr, als eine der schillerndsten Karrieren im politischen Berlin zu Ende geht. In diesem Moment landet am Samstag ein Schreiben von Unionsfraktionschef Jens Spahn in den Postfächern seiner Abgeordneten. Einzelne leiten es sofort an Journalisten weiter. Damit ist die Nachricht in der Welt: Spahn tritt zurück. Nicht einmal drei Tage nachdem sein Mann und er bekannt gegeben haben, in den USA mit Hilfe einer Leihmutter einen Sohn bekommen zu haben, hat Spahn die Reißleine gezogen. Zu groß war der Flächenbrand in der Partei geworden. Und zu gewaltig die Empörung in seiner Fraktion. Spahn ist gar nicht erst aus den Vereinigten Staaten zurückgeflogen. Er hat seinen Rücktritt von dort aus erklärt.