Der CDU-Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach bezeichnet Spahns Rücktritt als „bittere Entscheidung“. „Ich freue mich auch persönlich für Jens Spahn, dass er von sich aus von diesem Amt losgelassen hat. Ich weiß, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist“, sagte er im Gespräch mit WELT TV. Es sei in der Diskussion um Spahn nicht um dessen persönliches Glück gegangen, sondern um das Wertefundament und die Glaubwürdigkeit der CDU, so Bosbach.„Ich war über die Heftigkeit der Reaktionen in der Partei nicht überrascht“, sagte der CDU-Mann über die Debatte der letzten Tage. „Wenn es um die grundsätzlichen Positionen einer C-Partei gehe, dürfe es keine Unklarheit geben. Es sei fatal, „wenn der Eindruck entsteht, Politiker machen Regeln, an die sich 84 Millionen Menschen halten sollten – und wenn sie selbst betroffen sind, dann finden sie schon einen Umweg.“ Viele in der Union, berichtete Bosbach, hätten gesagt: „Ich habe viel erlebt, aber jetzt reicht es.“Bosbach bewertet Spahns Rückzug auch mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen als positiven Schritt: „Die Wahlkämpfer in Berlin, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wären in den nächsten Monaten belastet gewesen mit dieser Debatte (…) Die Menschen müssen uns vertrauen und wir müssen uns so verhalten, dass wir dieses Vertrauen nicht enttäuschen.“Wolfgang Bosbach (CDU) bewertet den Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender und betont die Bedeutung von Glaubwürdigkeit und Authentizität in der Politik: „Die Menschen müssen uns vertrauen und wir dürfen dieses Vertrauen nicht enttäuschen.“
Jens Spahn: Bosbach begrüßt Rückzug – „Freue mich, dass er von sich aus von diesem Amt losgelassen hat“ - WELT
Jens Spahn hat seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef bekannt gegeben. Friedrich Merz bezeichnet den Schritt als „richtig“, Wolfgang Bosbach ist über die heftige Debatte nicht überrascht. Alle Reaktionen im Liveticker.











