Künftig sollen wirtschaftliche Interessen und Sicherheitsfragen wichtiger werden als der Schutz bedrohter Arten. Naturschützer warnen vor gravierenden Folgen.
Nordeingang des Yellowstone-Nationalparks: Bei Entscheidungen über geschützten Lebensraum sollen künftig wirtschaftliche Fragen von größerem Gewicht sein
Jacob W. Frank/National Park Service
afp | Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten noch weiter aufgeweicht. Eine Woche nach einer Entschärfung des Artenschutzgesetzes verkündete Washington am Freitag, dass zwei weitere Vorschriften gelockert werden sollen. Unter anderem sollten bei der Entscheidung über geschützten Lebensraum für bestimmte Arten künftig wirtschaftliche Fragen und Überlegungen der nationalen Sicherheit mehr Bedeutung bekommen.
Außerdem solle die Regel abgeschafft werden, dass die Bestimmungen des Artenschutzgesetzes automatisch für jegliche Arten gelten, die als „gefährdet“ eingestuft sind, erklärte Innenminister Doug Burgum. Das Artenschutzgesetz sei viel zu lange „als Waffe eingesetzt worden, um fast jedes Projekt in Amerika zu blockieren – was die Kosten für Familien in die Höhe treibt, unsere Wettbewerbsfähigkeit schwächt und unsere nationale Sicherheit untergräbt“, führte er zur Begründung für die weitere Aufweichung an.















