Eigentlich ist Jens Spahn ein Profi der Macht. Er sitzt seit fast einem Vierteljahrhundert im Bundestag. Er war Staatssekretär – im Finanzministerium unter Wolfgang Schäuble. Mit 37 Jahren wurde er Bundesminister, mit 44 Fraktionsvorsitzender. Er gilt als begnadeter Netzwerker. Besucht in Wahlkämpfen unzählige Wahlkreise, kennt seine Partei wie wenig andere. Umso erstaunlicher ist es, dass er jetzt schon wieder die Stimmung vollkommen falsch eingeschätzt hat. Wie konnte er glauben, dass sein Mann und er ein Kind von einer Leihmutter bekommen können, ohne dass das in der CDU für Aufruhr sorgt?
Spahn hat den Kanzler in die Bredouille gebracht. Lässt Merz ihn jetzt fallen?
Mit seiner Familiengründung durch Leihmutterschaft hat Unionsfraktionschef Spahn in der CDU eine Krise ausgelöst. Lässt Bundeskanzler Merz ihn fallen?













