Die Trockenheit setzt auch den Schweizer Bergbauern zu. Zwar haben sie noch genug Gras, aber das Wasser wird knapp. Ohne Wasser kann das Vieh nicht auf der Alp bleiben. Die Angst vor Notschlachtungen geht um.18.07.2026, 05.29 Uhr11 LeseminutenAuf 2000 Metern Höhe endet die Strasse. Wir sind oben auf der Alp Ueschinen angekommen. Rundherum nur noch grüne Weiden und schroffe Felsen. Und das Geläute von Kuhglocken. Die Temperaturen sind sehr viel angenehmer als in Kandersteg im Tal.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Es wäre idyllisch hier oben, würde das Telefon von Ernst Wandfluh, dem Präsidenten des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes (SAV), nicht ständig klingeln. Diesmal ist es ein Beamter des Kantons Bern. Sie unterhalten sich darüber, dass zwei Bauern im Berner Oberland dringend Hilfe brauchen. Kurz zuvor hat ein Bauer aus Obwalden bei Wandfluh angerufen. Gestern waren es zwei Landwirte aus St. Gallen. Bei ihnen allen wird das Wasser knapp.Im Flachland ist in den letzten Wochen wegen der Hitze das Gras vertrocknet. Die Bauern müssen ihr Vieh mit Heu füttern, das eigentlich für den Winter gedacht ist. Wenn es noch lange so trocken bleibt, droht im Spätherbst ein Futterengpass. Auf der Alp ist das Gras noch saftig grün, die Tiere haben genug zu fressen. Aber die Bäche sind ausgetrocknet, und mancherorts versiegen sogar die Quellen. Quellen sind für die Alpwirtschaft überlebenswichtig. Sie entstehen, wenn Wasser durch das Gestein in die Tiefe sickert und auf eine undurchlässige Schicht trifft. Dann sprudelt das Wasser aus dem Boden. Regen, Schmelzwasser und Gletscher speisen diese Quellen.Auf der Alp Ueschinen sprudeln die Quellen zwar noch. Doch die drei Bäche sind schon seit Juni nur noch Geröllhaufen, in normalen Jahren trocknen sie erst Ende August aus.Einige mussten schon zurück ins TalAlle Landesteile sind von der Trockenheit betroffen, von Betrieb zu Betrieb ist die Lage aber sehr unterschiedlich. Auf manchen Alpen hat es in den letzten Tagen und Wochen gewittert, dort haben sie noch Reserven. Auf anderen Alpen ist die Lage bereits prekär. Und einige Bauern mussten diese Woche ihr Vieh sogar schon hinunter ins Tal bringen.Das bereitet Wandfluh Sorgen. «Wenn es nicht bald regnet, werden immer mehr Bauern ihre Alp verlassen», sagt er.In der Schweiz gibt es fast 20 000 Bergbauernbetriebe, sie machen 40 Prozent aller Bauernhöfe aus. Das steile Gelände und das Klima eignen sich nicht für den Ackerbau. Die Bauern in den Alpen leben von ihren Tieren, also von der Fleisch- und Milchproduktion und von der Viehzucht.Der Präsident des SAV braucht selbst keine Hilfe. Seine Alp ist per Auto erreichbar. Im Notfall könnte er Wasser in Tankwagen hochfahren lassen. Das wäre zwar aufwendig, aber machbar.Wie viele Bergbauern gehören die Wandfluhs zu einer Genossenschaft. 16 Familien bewirtschaften gemeinsam die Alpschaft Ueschinen. Sie halten 500 Kühe, Rinder und Kälber. Ihre Weiden erstrecken sich, so weit der Blick reicht. Ihre Alpschaft ist eine der grössten in der Schweiz.In den letzten Jahren haben die Mitglieder der Genossenschaft viel Geld in die Wasserversorgung investiert. 2018 haben sie eine ihrer Quellen gefasst. Das Wasser wird in einem zehn Meter tiefen unterirdischen Betonbecken gesammelt, von dort in einen Druckbrecherschacht geleitet und dann zu den Hütten und in die Tröge auf den Weiden gepumpt.Der Bauer zeigt auf eine etwas höher gelegene Weide. Dort will die Genossenschaft demnächst eine weitere Quelle fassen, eine riesige Zisterne und eine neue Alphütte bauen. 500 000 Franken wird das Projekt kosten.Doch nicht alle Bauern haben die Möglichkeit, Quellen zu fassen. Die meisten sammeln Regenwasser in Zisternen, aber wenn es nicht regnet, sind diese irgendwann leer.Ernst Wandfluh steigt in das Wasserreservoir vor der oberen Alphütte seiner Familie.Die Quellen auf der Alp Ueschinen sprudeln noch. An anderen Orten sind sie am Austrocknen.Ernst Wandfluh ist 49 Jahre alt. Seit seiner Kindheit verbringt er jeden Sommer hier oben auf der Alp. Auch früher habe es trockene Sommer gegeben, 2003 zum Beispiel. Doch was man damals für trocken hielt, gilt heute als normal. «So trocken wie dieses Jahr war es hier oben noch nie.»Am härtesten trifft es jene Bauern, zu deren Alpen keine Strasse führt. Geht ihnen das Wasser aus, haben sie keine andere Wahl, als das Vieh ins Tal hinunter zu bringen. Doch dort wird das Gras knapp und Heu immer teurer.Der Verband für Raufuttermittel warnte in der Tagesschau des SRF bereits vor einer ernsthaften Krise. In der Schweiz gehe das Raufutter (Gras und Heu) aus. Auch in Frankreich und Deutschland, von wo die Schweiz Heu importiere, sei es zu trocken. Wandfluh und viele andere Bauern sagen jedoch, die Lage sei noch nicht so dramatisch. Sie vermuten, der Verband wolle mit seinen Warnungen den Preis für Raufutter in die Höhe treiben.Auch Experten sagen, die Versorgung funktioniere noch. Die Schweiz sei ein «Grasland» und habe deshalb auch noch Heu in den Lagern. Damit könnten Engpässe überbrückt werden. Wandfluh hat im Februar noch 9 Tonnen Gras gekauft, sein Schopf ist voll. Erst im Spätherbst wird sich zeigen, wie ernst die Lage wirklich ist.Der Klimawandel dürfte die schweizerische Graslandwirtschaft aber längerfristig erschweren. Denn Grasland kann nicht im grossen Stil bewässert werden. Das lohnt sich nur in der Gemüse-, Obst- oder Getreideproduktion. Die Bauern können aber auch nicht einfach den Anteil der Kraftfuttermittel erhöhen. Die Schweiz hat sich bewusst für eine Milch- und Fleischproduktion entschieden, in der das Rindvieh zu 90 Prozent Gras und Heu frisst. Wenn sie davon abrücken würde, verlöre sie ihr Qualitätsmerkmal.Ernst Wandfluh bewirtschaftet den Hof mit seiner Frau und seiner Tochter.Vielleicht müssen die Schweizer Bauern deshalb auch darüber nachdenken, weniger Tiere zu halten. Einige Bauern haben schon heute weniger Vieh auf ihren Weiden, damit ihnen das Heu sicher reicht.Auch wenn die Lage noch nicht dramatisch scheint, ist die Nervosität unter den Bergbauern gross. Denn steigen die Raufutterpreise weiter, könnten sich einige von ihnen dazu gezwungen sehen, ihre Tiere frühzeitig zu verkaufen – und wenn sie das gleichzeitig tun, fällt der Fleischpreis.Die Angst vor NotschlachtungenIm Berner Oberland findet jeweils am Mittwoch ein grosser Viehmarkt statt, diese Woche war er in Zweisimmen. Die Preise waren dort noch immer relativ hoch, aber sie sind zum ersten Mal seit langem gefallen. Das ist laut Wandfluh ein schlechtes Zeichen.Statt 10 Franken 70 kostet ein Rind nun noch 10 Franken 50 pro Kilo Schlachtgewicht. Auf den ersten Blick scheinen 20 Rappen wenig. Ein Rind oder eine Kuh wiegt im Schnitt jedoch um die 600 Kilogramm, und gut die Hälfte davon kann verwertet werden. Das heisst, der Bauer bekommt für ein solches Tier heute 3150 Franken, 60 Franken weniger als letzte Woche. Muss er viele Tiere verkaufen und fällt der Preis weiter, wird der Verlust bedeutend.Die Milchkühe sind auch auf der Alp tagsüber im Stall, das andere Vieh ist frei auf der Weide.Die Wiesen sind in den Alpen noch grün, aber die Wasserversorgung wird vielerorts zum Problem.«Obwohl Rindvieh derzeit gesucht ist und wir keinen Überschuss an Schweizer Rindfleisch haben, drücken die Abnehmer den Preis, wenn mehr Tiere auf den Markt kommen», sagt Wandfluh. «Jeder will eben sein Geschäft machen.»Man dürfe jetzt nicht in Panik geraten und Kühe verkaufen, die noch gar nicht auf die Schlachtbank gehörten, sagt Wandfluh all jenen, die ihn anrufen. «Füttert die Tiere noch etwas durch. Es gibt noch Gras. Wenn es in den nächsten Wochen noch ein paar Mal regnet, entspannt sich die Lage hoffentlich.»Hoffen auf den Super PumaJenen Bergbauern, die bereits kein Wasser mehr auf ihrer Alp haben, könnte kurzfristig jedoch nur noch die Armee helfen. Das hat sie in früheren Hitzesommern auch getan. 2018 brachten ihre Super Pumas 1,3 Millionen Liter Wasser zu durstigen Kühen auf die Alpen. Mittlerweile ist es allerdings schwieriger, solche Einsätze zu beantragen. Keiner wolle die Verantwortung übernehmen, sagt Ernst Wandfluh. Oder die Zuständigen seien in den Ferien. Alles Telefonieren sei bisher umsonst gewesen. Er fühlt sich machtlos.Am Hang des gegenüberliegenden Berges taucht ein Armeehelikopter auf. Ernst Wandfluh blickt hinüber und sagt: «Wenn die uns bloss helfen könnten, diese Krise zu überbrücken.»Der Super Puma verschwindet hinter dem Berg und taucht ein paar Minuten später wieder am Horizont auf. Er fliegt an diesem Morgen eine Runde nach der anderen. Mit jeder Runde ärgert sich der oberste Älpler mehr. «Der hat sicher einen wichtigen militärischen Auftrag», sagt er zynisch, fügt dann aber sofort hinzu: Schuld sei die Bürokratie, nicht die Armee. Militärpiloten müssten jedes Jahr eine bestimmte Flugzeit absolvieren und flögen dann eben Sandsäcke hin und her oder kurvten über die Alpen. «Ich frage mich in diesen Tagen aber schon, wieso sie stattdessen nicht Noteinsätze für die Bergbauern fliegen können.»Ernst Wandfluh leistete nach der Bauernlehre vier Jahre Militärdienst, stieg zum Oberleutnant auf und wäre fast Berufsmilitär geworden. Im letzten Moment entschied er dann aber doch, sein Leben lieber auf dem Berg bei den Kühen zu verbringen. 2009 übernahm er den Betrieb von seinem Vater.Sein Hof liegt in Kandergrund auf 800 Metern über Meer. Dort wird von September bis Mai gewirtschaftet. Im Juni bringt Wandfluh das Vieh dann auf die untere Alp auf 1500 Metern, im Juli auf die obere Alp auf knapp 2000 Metern.Im Moment hat er hier oben 21 Kühe, 12 Rinder und 14 Kälber. Er spricht über seine Tiere, als wären sie Familienmitglieder. Dem einen Kalb hat er mit dem Schoppen das Trinken beibringen müssen, eines der Rinder liebt den Körperkontakt und mag es besonders, wenn er es am Hals oder hinter den Ohren krault. Und dann ist da noch seine alte Cara. Die Kuh ist schon 12 Jahre alt und wird demnächst nochmals kalbern. Aber sie hat Probleme mit den Füssen. In absehbarer Zeit wird er sie schlachten lassen müssen. Doch daran mag er jetzt nicht denken. «Wenn man ein Tier so lange kennt, das wird schlimm.»Seine Tiere sind hier oben auf der Alp frei, Zäune gibt es keine. Nur die sieben Milchkühe sind tagsüber im Stall. Ernst Wandfluh bewirtschaftet den Betrieb zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter. Angestellte haben sie keine, abgesehen vom Sennen in der Käserei, den sie sich mit anderen Familien teilen.Heute Morgen hat Wandfluh mit seiner Tochter die sieben Milchkühe gemolken und den Stall ausgemistet. Am Nachmittag werden sie zusammen im Tal heuen. Dazwischen ist Ernst Wandfluh immer wieder an seinem Telefon und versucht zu beruhigen, zu vermitteln, zu helfen.In der Armee habe er gelernt, zu organisieren und Leute zu führen. Ohne sie wäre er nicht, was er heute ist: Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes, Präsident der IG Schlachtviehmärkte, Vorstand in unzähligen anderen Verbänden und Nationalrat der SVP.Viele in seiner Partei haben den Klimawandel geleugnet oder schöngeredet. Der Präsident der SVP Schweiz, Marcel Dettling, stellte die Klimaerwärmung kurz vor seiner Wahl im Frühjahr 2024 in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» als etwas Positives dar. Ihm selbst sei es lieber, wenn es warm sei, und den Bauern würde der Klimawandel ja eigentlich auch helfen, sagte Dettling.Wie Frösche im heissen WasserAuf der Alp ist die Saison dank der Klimaerwärmung tatsächlich länger geworden. Wandfluh kann sein Vieh heute einen Monat früher auf den Berg bringen als einst sein Vater. Doch die Herausforderungen seien viel grösser als die Vorteile, sagt er. Er sieht die Probleme jeden Tag auf seiner Alp: Gletscher, die verschwinden, heftige Niederschläge, die alles verwüsten, und nun wieder diese Trockenheit.Hätten es die Bauern früher bemerken und darauf reagieren sollen?«Bei der Trockenheit 2003 fingen wir an, uns Gedanken zu machen. Aber dann verdrängten wir es wieder. Es passierte eben schleichend. Es war wie beim Frosch im heissen Wasser. Wenn man ihn in einen Topf mit heissem Wasser wirft, springt er heraus. Wenn man ihn ins kalte Wasser setzt und dieses langsam erhitzt, bleibt der Frosch sitzen.»Als Parlamentarier weibelt Wandfluh in Bern für mehr Geld für Strukturanpassungen wie den Bau von Wasserspeichern. Vergangene Woche hat er mit Benedikt Roos, dem Chef der Armee, gesprochen. Dieser sagte ihm, die Armee sei bereit, Wasser in die Berge zu fliegen – unter der Voraussetzung, dass die privaten Helikopterfirmen zustimmten.Genau da liegt das Problem. Für einen offiziellen Antrag zum Einsatz von Militärhelikoptern muss sich der Bauer an die Gemeinde wenden, diese reicht ihn weiter an den Kanton, dieser wiederum an den Bund. Der Kanton muss dem Bund dabei bestätigen, dass private Anbieter den Einsatz ablehnen oder keine Zeit haben.Früher waren die Helikopterunternehmen regional organisiert. Man kannte sich, Absprachen waren einfach. Heute gebe es viele grössere nationale Helikopterfirmen, sagt Wandfluh. Da gebe es immer eine, die nicht auf den Einsatz verzichten wolle, und dann könne der Bund die Armee nicht aufbieten.Ernst Wandfluh kann zu jeder seiner Kühe eine Geschichte erzählen. Die einen sind gesellig und anhänglich, andere launisch und am liebsten alleine.Seit er ein kleiner Junge war, hat Wandfluh jeden Sommer auf der Alp verbracht.Die privaten Unternehmen fliegen regelmässig Viehgatter oder Baumaterial in die abgelegenen hochalpinen Gebiete. Ein solcher Transportflug dauert ein paar Minuten und kostet um die 400 Franken. «Das gehört dazu, das rechnet man auf dem Berg im Budget mit ein», sagt Wandfluh. «Für den Transport von Wasser ist das aber viel zu teuer.»Ein Super Puma der Armee kann 2000 Liter Wasser transportieren, ein privater Helikopter 700 bis 800 Liter. Eine Milchkuh säuft 100 Liter am Tag, das andere Vieh etwas weniger.Die 47 Kühe, Rinder und Kälber von Ernst Wandfluh trinken gut 3000 Liter Wasser pro Tag. «Ein Bauer, der etwa so viele Kühe wie ich hat und das Wasser nicht mit dem Auto hochfahren kann, bräuchte also vier Helikopterladungen täglich und müsste dafür 1600 Franken zahlen. Das kann sich keiner leisten.»Den Jungen fehlen die PerspektivenDie Arbeit auf dem Berg ist hart, das Einkommen der Betriebe geringer als im Flachland. Wenn Bergbauern nun das Vieh im Sommer von der Alp holen und im Tal mit teurem Heu durchfüttern oder gar zu einem schlechten Preis verkaufen müssen, könnte das für einige Betriebe das Ende bedeuten.Aber auch solche, die noch knapp durchkommen, könnten aufgeben, befürchtet Wandfluh. Von jungen Bauern höre er immer öfter, dass ihnen die Perspektiven fehlten.Mit dem Klimawandel wird es in den Bergen immer längere Trockenphasen geben und gleichzeitig mehr starke Regenfälle und Überschwemmungen.Die Bergbauern müssten sich anpassen, sagt Ernst Wandfluh. Wasserspeicher und Zisternen bauen, künstliche Seen anlegen vielleicht. Ganz genau weiss es der oberste Älpler auch nicht. Es brauche eine politische Debatte darüber, wie man die Alpwirtschaften schützen könne. Die Schweiz habe ein Interesse daran, die Bergbauern seien wichtig für die Versorgungssicherheit und die Pflege der Kulturlandschaft.Durch das Mähen und Beweiden der steilen Hänge verhindern sie die Verwaldung der Alpen. Das ist nicht nur wichtig für den Tourismus, sondern schützt auch vor Lawinen und Erdrutschen. Ausserdem ergibt es Sinn, die Kühe im Sommer auf die Alp zu bringen, weil es hier kühler ist und viel Gras gibt. Im Tal kann derweil Getreide oder Gemüse angebaut werden.Der Berg hängt vom Flachland ab und umgekehrt. Wenn unten das Gras fehlt und das Futter teurer wird, wird es auch die Bergbauern treffen. Und wenn oben das Wasser ausgeht und Vieh notgeschlachtet werden muss, leiden auch die unten unter den sinkenden Fleischpreisen.Die 500 Kühe, Rinder und Kälber der Genossenschaft auf der Alp Ueschinen werden bis Ende August genug Gras und Wasser haben. Dank der Quellfassung und dem damit verbundenen Wasserspeicher. Das Wasser sprudelt mit hohem Druck aus dem Berg in den Tank. Aber was, wenn die angezapfte Quelle irgendwann auch versiegt?Wandfluh atmet tief durch, dann sagt er: «Bis vor ein paar Jahren dachten wir, das Wasser sei gottgegeben. Aber irgendwoher kommt es natürlich. Unsere Quellen werden vor allem von den Gletschern gespeist. Wenn die Gletscher verschwinden, dann wird es sehr ernst. Nicht nur für uns hier oben.»Die Kühe auf der Alp Ueschinen werden bis Ende August genug zu fressen und zu trinken haben.Passend zum Artikel
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