In den Alpen geht den Landwirten Wasser und Futter für ihre Kühe aus. Einzelne versorgt die Schweizer Armee bereits aus der Luft. Andere sind auf sich gestellt.
Es ist sein 31. Sommer auf der Alp: Christian Lusti.
© Sarah Jäggi für DIE ZEIT
Dass Christian Lusti nicht komplett verzweifelt, liegt an einem ausrangierten Güllewagen. Mehrmals pro Woche hängt er ihn an den Traktor, fährt die sieben Kilometer lange, kurvenreiche Straße von der Chlosteralp hinunter nach Ennetbühl auf seinen Hof und füllt ihn mit Wasser. Dann fährt er, 2.500 Liter im Schlepptau, zurück auf die Alp. Der Weg führt an einem ausgetrockneten Bachbett vorbei und an einem Wassertank am Straßenrand, mit dem die Tiere auf einer benachbarten Alp versorgt werden. »Einen solchen Sommer habe ich noch nie erlebt«, sagt der 58-Jährige. Auch nicht während der Hitzesommer 2003 und 2018, als das Wasser knapp wurde. Jetzt geht sogar das Futter aus.













