PfadnavigationHomeRegionalesBayernAlmbauern kämpfen mit Bürokratie und KlimawandelStand: 18:45 UhrLesedauer: 4 MinutenMit Panoramablick wurde über die Almwirtschaft diskutiert. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpaWolf, Geld, Trockenheit: Umgeben von Bergen konnten Almwirte mehreren Ministern aus Land und Bund ihre Sorgen benennen. Um diese Themen ging es bei der Hauptalmbegehung.Almwirte in Oberbayern sind zufrieden mit dem Vorstoß von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) zum Wolfabschuss. Trotzdem wird weiter über das Thema diskutiert. Etwa, wie im alpinen Raum mit dem Tier umgegangen werden soll. Lösungen fehlen auch in einem anderen Bereich: Die Trockenheit, die den Almwirten große Probleme bereitet.Bei der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern wurde gewandert und diskutiert. Mehrere Hundert Menschen beteiligten sich, darunter Anwohner des oberbayerischen Alpenraums, Almbauern und Almbäuerinnen, Almpersonal und Politiker - unter ihnen der Bundeslandwirtschaftsminister und mehrere Minister aus Bayern.Die Almwirte forderten unter anderem Bürokratie-Entlastungen und einen Schutz ihres Viehs vor dem Wolf. Zudem legten sie dar, weshalb finanzielle Förderungen und Entlastungen dringend nötig seien.Den Wolf abschießen?Er ist und bleibt Thema: der Wolf. Zwar wurde er im Frühjahr ins Jagdgesetz aufgenommen und sein Abschuss erleichtert, dennoch wurde das Wolfsmanagement bei dem Termin weiter diskutiert. Die Almwirte fordern den Schutz ihres Viehs. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), will, «dass wir zumindest dann den Abschuss freigeben, wenn Viecher auf der Weide sind. Da müsste doch jeder gesunde Menschenverstand ausreichen, dass man sagt, dieses Gebiet ist nicht schützbar, dort rennt der Wolf rum zwischen den Rindern».Die Weidetierhalter und der ländliche Raum erwarteten zu Recht, dass ein Wolfsmanagement nicht nur auf dem Papier existiere, sondern vor Ort funktioniere, sagte Aiwanger. In Weidegebieten, die nicht durch Zäune vor dem Wolf geschützt werden können, sei der Abschuss politisch bereits möglich.