Die niedersächsische Regierung will nach Reuters-Informationen auch Geld einsetzen, um dem israelischen Rüstungskonzern Rafael die Entscheidung für eine Beteiligung am bisherigen VW-Werk in Osnabrück zu erleichtern. Das Land werde sich auf jeden Fall engagieren, aber es sei zu früh, um zu sagen, wie das aussehen könnte, sagten zwei mit den Planungen vertraute Personen am Donnerstag. Man sei optimistisch, dass der Einstieg von Rafael gelingen werde. Es würden verschiedene Modelle geprüft. Eine vom »Handelsblatt« erwähnte Aufteilung des Standorts Osnabrück in zwei Gesellschaften sei eines von mehreren Modellen, die geprüft würden.Rafael will in Osnabrück Komponenten des Raketenabwehrsystems Iron Dome für europäische Kunden bauen. Der VW-Anteilseigner Katar hat nach Informationen von Reuters zwar kein Veto eingelegt, aber Vorbehalte geäußert. Diese könnten, so heißt es, auch durch eine Beteiligung Niedersachsens in der einen oder anderen Form überwunden werden.
Komplizierte GemengelageDas »Handelsblatt« hatte von einer möglichen Aufteilung in zwei Gesellschaften berichtet. Eine Gesellschaft würde demnach die Liegenschaften einschließlich der Gebäude sowie Teile der Belegschaft bündeln. An dieser solle Volkswagen beteiligt bleiben, aber nicht Rafael. Eine zweite Gesellschaft wäre für die eigentliche Produktion der Iron-Dome-Komponenten zuständig. An dieser könnte sich, so das Blatt, auch das Land Niedersachsen beteiligen, das ebenfalls VW-Anteilseigner ist. Das Land hatte sich bereits an der Meyer-Werft in Papenburg beteiligt, wodurch eine Rettung des angeschlagenen Unternehmens gelungen war.













