Mehr als vierzig Jahre dauert die Karriere bei kaum einer Sängerin. Als Cecilia Bartoli zum ersten Mal auf der Bühne stand, war sie gerade neun Jahre alt, in der Rolle des Hirten in Puccinis „Tosca“ an der Oper ihrer Heimatstadt Rom. Gefolgt zehn Jahre später vom Debüt am selben Haus als Rosina in Rossinis „Barbier von Sevilla“. Am 4. Juni dieses Jahres ist sie sechzig Jahre geworden – und gehört noch immer zu den wenigen echten Superstars der Klassik. Vielleicht auch deshalb, weil „La Bartoli“ sich nie auf Lorbeeren ausgeruht hat und nie für etwas zu schade war. Mit unermüdlicher Entdeckungslust hat sich die italienische Mezzosopranistin, die im Juli beim Kissinger Sommer und beim Musikfest am Tegernsee auftritt, neues Repertoire erobert. Zunächst für sich selbst, später als Chefin auch für andere, schon seit 14 Jahren bei den Salzburger Pfingstfestspielen, der „kleinen Schwester“ der Sommerfestspiele, seit drei Jahren auch als Direktorin der historisch glanzreichen Oper des Fürstentums Monaco.
Interview mit Opernstar Cecilia Bartoli: Haben Sie Lust bei großen Häusern Intendatin zu werden?
Cecilia Bartoli, gerade 60 geworden, ist nicht nur eine der begehrtesten Mezzosopranistinnen der Welt, sie leitet auch überaus erfolgreich die Salzburger Pfingstfestspiele und die Oper in Monte-Carlo. Ob sie Lust hätte auf größere Häuser?








