Die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim erhalten nun doch die Bronzebüste „Fernande/Beatrice“ von Picasso zurück. Ein Anfang?

Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) in der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München in der Alten Pinakothek

Peter Kneffel/dpa

Jahrelang blockierte Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) die Rückgabe einer Bronzebüste aus der Hand Pablo Picassos an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim. Selbst eine Empfehlung seines eigenen Museumsdirektors der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen konnte Blume nicht umstimmen. Jetzt vollführt der Minister eine 180-Grad-Wende.

Die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim erhalten die Bronzebüste „Fernande/Beatrice“ von Picasso zurück, kündigte Blume am Dienstag in München an. Noch 2024 sei ein Restitutionsgesuch abgelehnt worden. Nun gebe es aber die Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut, die seit 1. Dezember angerufen werden kann. Deren neuer Bewertungsrahmen habe die Rückgabe ermöglicht, erklärte Blume.