In einer Pressekonferenz am Dienstag berichtete der bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume zur Halbzeit der Legislaturperiode über die Lage von Kunst und Kultur im Freistaat, wo nach Ausweis der Museumsbesucherzahlen wieder Verhältnisse wie vor Corona herrschten. Das Deutsche Museum in München legte im Jahr 2025 sogar einen Rekord von 1,7 Millionen Besuchern hin.Im Rahmen seiner „Museumsinitiative“, deren Weißbuch er morgen im Bayerischen Landtag vorstellen wird, werde aus den 18 staatlichen Einzelmuseen an 30 Standorten mit mehr als 1000 Mitarbeitern eine Art Museumsholding geschmiedet, die „ihren Potentialen angemessen“ den „internationalen Rückstand“ in der Außenwirkung durch erheblich größere Freiheitsgrade vom Staat aufholen könne.Die Restitution im Freistaat ging dem Minister zu langsam vonstattenVor allem aber informierte Blume kurz über den Stand der Restitution in Bayern zum Abschluss des 2025 eingerichteten Runden Tischs „Historische Verantwortung“. Die Provenienzforschung werde komplett neu aufgestellt und erhalte am unabhängigen Münchner Institut für Zeitgeschichte einen eigenständigen Ort mit acht zusätzlichen Stellen. Eine Kommission unter dem Vorsitz von Raphael Gross, Direktor des im Sanierungsprozess befindlichen Deutschen Historischen Museums Berlin und in den vergangenen Jahren mit der Aufarbeitung der Sammlung Bührle in Zürich betraut, gibt dem Freistaat künftig klare Priorisierungen und Rückgabeempfehlungen vor und ergänzt die Schiedsgerichtsbarkeit.Als konkrete Empfehlung nannte Blume die unverzügliche Restitution der bronzenen Picasso-Büste „Fernande“ aus dem ehemaligen Besitz Alfred Flechtheims. Es gebe inzwischen hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der Bronze um verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut handele.
Resitution: Bayern kündigt gravierendere Änderungen an
In einer Pressekonferenz nach einer Kabinettssitzung mit Markus Söder äußerte sich der bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Blume zu Museums- und Restitutionsfragen: Es ändert sich Gravierendes im Freistaat.












