Mit dem Ende der Nord-Stream-Lieferungen nach Deutschland und Europa setzte Gazprom große Hoffnungen auf zusätzliche Gasexporte nach China, vor allem über die geplante Pipeline Kraft Sibiriens 2 (russisch: Sila Sibiri 2). Doch ausgerechnet dieses Milliardenprojekt gerät nun offenbar noch stärker ins Stocken.Nach einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) will Peking den Bau der neuen Pipeline Kraft Sibiriens 2 nur unterstützen, wenn Russland das zusätzliche Gas zu russischen Inlandspreisen liefert. Damit würde China Moskau faktisch dazu zwingen, das Milliardenprojekt selbst zu subventionieren.
Nach Nord-Stream-Ausfall: Gazprom sucht nach Ersatz für den europäischen Markt
Nach Angaben des WSJ sollen chinesische Unterhändler Gazprom-Chef Alexej Miller diese Position bereits vor Wladimir Putins China-Reise im Mai dieses Jahres mitgeteilt haben. Solange Russland seine Preisvorstellungen nicht ändere, solle Moskau das Thema nicht erneut auf die Tagesordnung setzen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
Für Gazprom wäre ein solcher Schritt besonders schmerzhaft. Die neue Pipeline gilt als eines der wichtigsten Energieprojekte des Kremls nach dem weitgehenden Verlust des europäischen Gasmarktes. Die bestehende Kraft Sibiriens transportiert bereits seit Ende 2019 Gas aus Ostsibirien nach Nordostchina und hat seit Ende 2024 nach Gazprom-Angaben ihre volle Jahreskapazität von rund 38 Milliarden Kubikmetern erreicht.







