Frankfurt. Russland und China haben sich nach jahrelangen Verhandlungen auf den Bau einer neuen Gaspipeline geeinigt. Wie Gazprom-Chef Alexej Miller vergangene Woche bekanntgab, soll die Leitung „Kraft Sibiriens 2“ künftig bis zu 50 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr von den Vorkommen auf der Jamal-Halbinsel in Westsibirien über den Baikalsee und die Mongolei bis nach China transportieren. Die geplante Trasse erstreckt sich über rund 6.700 Kilometer.

Mehr als 50 Jahre lang erzielte Russland hohe Gewinne, indem es Gas aus Jamal über Pipelines nach Europa transportierte. Aufgrund des Krieges in der Ukraine endeten jedoch die meisten Gaslieferungen nach Europa, und die Europäische Union will die verbleibenden Lieferungen bis 2027 stoppen.