Seit fünf Jahren versucht die Europäische Union (EU) Russlands Präsident Wladimir Putin (73) mit Sanktionspakten in die Knie zu zwingen, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Nach vielem Hin und Her hatte man sich in der EU Ende des vergangenen Jahres schließlich auf ein Importverbot für russisches Gas geeinigt, das jetzt schrittweise in Kraft tritt.
Dies hat die EU aber offenbar nicht davon abgehalten, in der ersten Jahreshälfte Rekordmengen aus Russlands größter Flüssigerdgas-Anlage (LNG) einzukaufen, wie die „Financial Times “ berichtet.Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Lieferungen aus dem Mega-Projekt Yamal in der Arktis auf 9,8 Millionen Tonnen. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Analysehaus Kpler berechnet hat. Damit nimmt Europa ausgerechnet in den Monaten vor einem neuen Impotverbot fast die gesamte Produktion des arktischen Vorzeigeprojekts ab.
Hauptabnehmer der Mengen waren laut Kpler Frankreich, Belgien und Spanien. Betrieben wird das Förderprojekt vom russischen Öl- und Gaskonzern Novatek, der sich im Privatbesitz befindet. Einer der Anteilseigner und Vertragspartner des Yamal-Projekts ist der französische Öl- und Gaskonzern TotalEnergies. Nach Schätzungen der Nichtregierungsorganisation Urgewald soll Europa für das Flüssigerdgas rund 6 Milliarden Euro gezahlt haben.









