Manche Nachbarschaftsstreits beginnen mit lauter Musik. Dieser begann mit Knoblauch – kurz nach Mitternacht.In einem Berliner Altbau lag das Schlafzimmer eines Paares direkt über der Küche der Nachbarwohnung. Und der Bewohner dort unten kochte gern. Vor allem nachts, und das regelmäßig.Der Geruch machte an der Wohnungsgrenze nicht Halt. Trotz geschlossener Fenster und Türen zog er durch die alte Geschossdecke nach oben – genau dann, wenn oben geschlafen werden sollte.

Ab Anfang 2019 beschwerte sich das Paar beim Vermieter. Es half nichts. Also zogen die beiden vor Gericht.Dort trugen sie dick auf: Der Geruch sei so intensiv, „als würde man direkt neben dem Herd stehen“. Mit normalem Kochen habe das nichts mehr zu tun. 15 Prozent Mietminderung, bitte.

Was für den einen nach Feierabend duftet, raubt dem anderen den Schlaf: Intensive Kochgerüche können ein Mietmangel sein (Symbolbild).

© Imago/Mariano Gaspar

Dann kam der Gutachter mit der Nebelmaschine